Tesla: Vor den Zahlen bleibt die Aktie riskant
Tesla steht vor wichtigen Quartalszahlen an einer charttechnischen Unterstützung. Der Markt schaut stärker auf Robotaxi, Optimus, Software und Cashflow als auf reine Auslieferungen.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Tesla veröffentlicht am Mittwoch nach Börsenschluss Zahlen. Erwartet werden 26,4 Milliarden Dollar Umsatz und ein Gewinn je Aktie von 54 Cent. Die Bruttomarge im Automobilgeschäft soll auf etwas mehr als 18 Prozent steigen.
Die Auslieferungszahlen waren bereits solide. Tesla lieferte rund 480.000 Fahrzeuge aus und produzierte etwas mehr als 451.000 Fahrzeuge. Deshalb dürfte der Fokus weniger auf dem klassischen Autogeschäft liegen.
Wichtiger werden Robotaxi, Optimus, Software, KI-Chips und Physical AI. Auch operative Marge und operativer Cashflow zählen. Tesla muss in den kommenden Jahren hohe Investitionen finanzieren. Ein negativer freier Cashflow würde die Aktie belasten.
Spannend bleiben mögliche Hinweise zu Optimus Gen 3. Channel Checks deuten darauf hin, dass Tesla Zulieferer angewiesen hat, die Produktion für Optimus-Komponenten deutlich zu erhöhen. Eine klare Timeline für die Massenproduktion oder Aussagen zum Pricing könnten neue Fantasie schaffen.
Charttechnik
Die Aktie steht an einer wichtigen Unterstützungszone. Fällt sie nach den Zahlen darunter, wird der Weg Richtung 340 Dollar frei. Auf der Oberseite liegt der Begrenzungsbereich bei 420 bis 425 Dollar.
Seit Jahresbeginn liegt Tesla deutlich im Minus. Der übergeordnete Trend zeigt abwärts, deshalb ist die aktuelle Unterstützung besonders wichtig.
Martins Einschätzung
Vor den Zahlen ist ein neuer Einstieg zu riskant. Tesla kann stark reagieren, wenn Ausblick, Optimus-Zeitplan oder Cashflow enttäuschen. Die bessere Entscheidung ist, die Zahlen abzuwarten.


