ZDF-Inhalte künftig auch bei Streamingplattform von ProSiebenSat.1 zu sehen

Reuters · Uhr
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Berlin, 21. ⁠Jul (Reuters) - ProSiebenSat.1 und das ZDF wollen enger zusammenarbeiten und setzen damit den neuen Medienstaatsvertrag um. Inhalte der ZDF-Mediathek seien ab dem vierten Quartal 2026 auf der Streamingplattform Joyn des privaten ‌TV-Konzerns zu sehen, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Damit können Nutzerinnen und Nutzer die sogenannten On-Demand-Inhalte des öffentlich-rechtlichen ⁠Senders ⁠direkt über Joyn kostenlos und werbefrei abrufen. "Wenn ZDF-Streaming-Inhalte künftig auch auf Joyn auffindbar sind, stärken wir die Sichtbarkeit öffentlich-rechtlicher journalistischer Angebote im digitalen Raum", sagte ZDF-Manager Florian Kumb.

Zuschauer haben so einen einfacheren Zugang zu Nachrichten, Dokumentationen, Kultur- und ‌Unterhaltungsangeboten des ZDF. "Gleichzeitig bleibt das Streaming-Portal ‌des ZDF die zentrale digitale Heimat des öffentlich-rechtlichen Angebots", hieß es. "Diese Kooperation zeigt, wie öffentlich-rechtliche und private Medien gemeinsam innovative Antworten ⁠auf den digitalen Wettbewerb geben", ergänzte ProSiebenSat.1-Managerin Nicole Agudo Berbel.

Bei ‌der Zusammenarbeit zwischen privaten und ⁠öffentlich-rechtlichen Sendern gab es zuletzt allerdings Konflikte. Live-Inhalte von ZDF, ARD und deren Dritten Sendern wie WDR, BR und NDR laufen schon seit Längerem auf Joyn. ‌ProSiebenSat.1 wollte dann Anfang ⁠2025 auch Inhalte der ARD-Mediathek ⁠auf Joyn nutzen - allerdings ohne Erlaubnis. Die ARD wehrte sich gerichtlich dagegen und bekam recht. Die Justiz wertete das Vorgehen als "unlauter im Sinne des Wettbewerbsrechts" und Verstoß gegen den Medienstaatsvertrag. Eine Sprecherin von ProSiebenSat.1 sagte nun, man sei weiter daran interessiert, mit der ARD eine Lösung zu finden. Gespräche dazu liefen.

(Bericht von Klaus Lauer, redigiert ⁠von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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