
Die jüngste Aufwärtsbewegung des Dax ist am Donnerstag erst einmal zum Erliegen gekommen. Für Unsicherheit sorgten die weiter steigenden Ölpreise und ein Kursrutsch bei den Aktien des Chipherstellers Infineon als Reaktion auf einen enttäuschenden Ausblick des Wettbewerbers STMicroelectronics. Zudem hielten sich die Anleger vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück. Der deutsche Leitindex fiel um 0,8 Prozent auf 24.943 Punkte.
Daimler Truck und Traton gefragt dank neuer Zielsetzungen
Anspruchsvollere Zielsetzungen kommen am Donnerstag bei den Anlegern deutscher Nutzfahrzeugkonzerne hervorragend an. Fortschritte im US-Geschäft ließen die Titel von Daimler Truck im Dax im frühen Handel um bis zu vier Prozent steigen nach einem erhöhten Ausblick, der mit einer Anerkennung von US-Zollvorteilen in Verbindung stand. Die Titel erreichten ihren höchsten Stand seit April 2024 und näherten sich damit dem damals aufgestellten Rekord. Zuletzt gewann der Kurs 2,8 Prozent.
Noch etwas getoppt wurde dies von einem Anstieg um bis zu sieben Prozent beim MDax-Mitglied Traton, dessen Kurs bereits jetzt ein Rekordhoch erreichte. Auch die VW-Tochter wird für das Gesamtjahr etwas optimistischer, indem sie beim Absatz und Umsatz nur noch im schlechtesten Fall von einer Stagnation ausgeht. Traton hatte auch Zahlen vorgelegt, doch die Eckdaten dazu waren schon bekannt. Traton gewannen zuletzt dann noch 5,2 Prozent an Wert.
Laut dem JPMorgan-Fachmann Jose Asumendi verbessert Traton in puncto Profitabilität seine Effizienz. Daimler Truck hatte derweil eine Anerkennung von US-Wertschöpfungsanteilen durch das US-Handelsministerium mitgeteilt, was laut dem RBC-Analysten Nick Housden Vorteile bei den Zollregelungen mit sich bringt. Housden sprach daher von steigenden Absatzerwartungen in Nordamerika. Michael Aspinall von Jefferies lobte dort auch die Margenperspektive mit einem von ihm erwarteten Anstieg bis ins Jahr 2027. (mit Material von dpa-AFX)


