T-Mobile US: Bei 160 Dollar sehe ich die Chance
T-Mobile US übertraf beim Gewinn die Erwartungen, verfehlte aber den Umsatzkonsens. Die Aktie fiel stark, obwohl die Free-Cashflow-Prognose leicht stieg.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
T-Mobile US verdiente 2,99 Dollar je Aktie und lag damit 39 Cent über den Erwartungen. Der Umsatz blieb dagegen rund 150 Millionen Dollar unter dem Konsens. Die Aktie verlor fast elf Prozent.
Das operative Geschäft zeigt weiter Stärke. Die Service-Umsätze stiegen um neun Prozent auf 19 Milliarden Dollar. Die Postpaid-Umsätze legten um 13 Prozent auf 16 Milliarden Dollar zu. T-Mobile US wächst damit weiter stärker als viele Wettbewerber.
Auch der Umsatz pro bestehendem Kunden verbessert sich. Der Postpaid-ARPA stieg um zwei Prozent auf 152,90 Dollar je Kundenkonto. Das ist der höchste Wert in der Branche. Die Kündigungsquote liegt weiter knapp unter einem Prozent.
Der Belastungsfaktor bleibt die US-Cellular-Übernahme. Integrationskosten drücken seit mehreren Quartalen auf die Gewinnentwicklung. Für die kommenden Quartale sieht das Gewinnbild aber wieder stabiler aus.
Charttechnik
Die Aktie fiel vom Jahreshoch bei 261 Dollar bis in den Bereich knapp unter 170 Dollar. Um 160 Dollar liegt eine wichtige langfristige Unterstützungszone.
Martins Einschätzung
T-Mobile US hat gute Chancen auf eine Bodenbildung. Die Ebitda-Prognose wurde bestätigt, der operative Cashflow leicht angehoben. Die Free-Cashflow-Spanne steigt auf 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar. Das schafft Spielraum für Ausschüttungen und bleibt auch für die Deutsche Telekom wichtig.




