Wochenausblick

Dax-Anleger hoffen in schwierigem Umfeld auf gute Quartalszahlen

dpa-AFX · Uhr
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Die Unternehmensberichtssaison und die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed könnten in der neuen Börsenwoche die Märkte bewegen. Anleger hoffen in einem geopolitisch weiter angespannten Umfeld auf gute Berichte der Unternehmen. Andernfalls könnte sich die Stimmung angesichts der jüngsten Korrektur im Technologiesektor, neuer US-Zollankündigungen und der wieder deutlicher gestiegenen Ölpreise im Zuge des nach wie vor ungelösten Iran-Kriegs nochmals eintrüben.

Der Dax könnte bei positiven Überraschungen von der Berichtssaison wieder Kurs nehmen auf sein Rekordhoch von gut 25.900 Punkten von Anfang Juli. Bleiben diese aus und droht im Iran-Krieg eine weitere Eskalation, dürften Kurse oberhalb der zuletzt umkämpften 25.000er-Marke unrealistisch werden.

Die vom hohen Ölpreis ausgehenden Inflationsrisiken werden vorerst wohl bleiben. Deshalb dürfte die US-Notenbank Fed auf ihrer Sitzung über höhere Zinsen diskutieren, hieß es im Wochenausblick der Commerzbank. Die Ökonomen um Chefvolkswirt Jörg Krämer gehen jedoch davon aus, dass die Währungshüter am Mittwoch zunächst die Füße still halten und die Zinsen unverändert lassen werden.

Die Fed würde damit der Europäischen Zentralbank (EZB) folgen, die am Donnerstag ebenfalls den Leitzins unverändert gelassen hatte - noch; denn für September rechnen Experten mit einer Erhöhung. Höhere Zinsen sind wiederum für den Aktienmarkt eher schlecht, weil sich Anleger dann nach besseren Anlagealternativen mit geringerem Risiko umschauen können.

"Spätestens nach der Sommerpause schalten die Zins-Ampeln allesamt auf Rot", prognostiziert Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank, rechnet also eher mit steigenden Zinsen. Die Sorglosigkeit der vergangenen Börsenmonate weiche einer Schritt für Schritt trüberen Marktstimmung.

Viele Dax-Konzerne öffnen ihre Bücher

Bleibt also die Hoffnung auf gute Unternehmenszahlen im Rahmen der Berichtssaison, die in der neuen Börsenwoche in Europa und den USA unter Volldampf läuft. Gleich am Montag gibt es Resultate vom Dax-Neuling Hochtief. Mit Heidelberg Materials steht am Donnerstag ein weiteres Dax-Unternehmen aus dem Bausektor mit Geschäftszahlen auf der Agenda.

Nach dem enttäuschenden Quartal von Volkswagen schauen die Anleger auf die anderen deutschen Autobauer Mercedes-Benz und BMW, die ihre Berichte am Dienstag beziehungsweise Donnerstag vorlegen. Zur Wochenmitte stehen die Zahlen der Deutschen Bank und des Chemiekonzerns BASF auf dem Programm.

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Der Aromenproduzent Symrise öffnet am Donnerstag ebenso die Bücher wie der Sportartikelhersteller Adidas und der Triebwerksbauer MTU. Am Freitag folgt der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers.

"Big Tech" aus den USA sorgt für Spannung, wenn am Mittwoch Microsoft und Meta sowie am Donnerstag Apple ihre Geschäftsentwicklung darlegen. Investoren werden dabei erneut auf potenzielle Ankündigungen weiterer Investitionen in Milliardenhöhe in Künstliche Intelligenz (KI) achten. Diese können die Aktienkurse mitunter deutlich belasten und ein starkes Abschneiden im Quartal in den Hintergrund drängen. Investoren zweifelten bereits jetzt daran, wie nachhaltig die KI-Rally sein könne, erläuterte Analyst Stanzl. Steigende Anleiherenditen könnten die Nervosität in dieser Frage noch weiter anwachsen lassen.

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Die große Menge an Unternehmenszahlen in der neuen Woche wird flankiert von einigen wichtigen Konjunkturdaten. So wird am Montag das Ifo-Geschäftsklima veröffentlicht, dem wichtigsten deutschen Konjunkturbarometer. Bewegen könnten am Donnerstag außerdem die Zahlen zum Wirtschaftswachstum der Eurozone und der USA im zweiten Quartal sowie Verbraucherpreise aus Deutschland und der Eurozone für den Monat Juli am Donnerstag beziehungsweise Freitag.

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