Euro bleibt anfällig für Rücksetzer vor dem US-Zinsentscheid
Henry Philippson

Der EUR/USD zeigte sich in der vergangenen Woche schwach und gab leicht nach. Der Dollar profitierte von robusten US-Konjunkturdaten und der Erwartung, dass die Fed ihren restriktiven Kurs vorerst beibehält. Gleichzeitig fehlten dem Euro positive Impulse aus der Eurozone. Insgesamt bewegte sich das Währungspaar in einer engen Handelsspanne und schloss die Woche knapp unterhalb von 1,14 Dollar. Damit bleibt der kurzfristige Abwärtstrend intakt, während Anleger nun auf die Fed- und EZB-Kommunikation sowie wichtige Konjunkturdaten in dieser Woche blicken.
Ausblick:
Im Mittelpunkt steht am Mittwoch der Zinsentscheid der US-Notenbank. Zwar wird keine Änderung der Leitzinsen erwartet, doch jeder Hinweis von Fed-Chef Kevin Warsh auf den weiteren geldpolitischen Kurs könnte den Dollar deutlich bewegen.
Bereits am Donnerstag folgt mit dem PCE-Preisindex das wichtigste Inflationsmaß der Fed. Fällt die Teuerung höher als erwartet aus, dürfte dies Zinssenkungshoffnungen dämpfen und den US-Dollar stützen. Schwächere Daten würden dagegen den Euro begünstigen. Den Abschluss bildet am Freitag die Veröffentlichung der vorläufigen Inflationsdaten aus der Eurozone.
Ein überraschend hoher CPI könnte Spekulationen auf eine restriktivere EZB nähren und dem Euro Rückenwind verleihen. Entsprechend ist zum Wochenausklang mit erhöhter Volatilität im EUR/USD zu rechnen.
Charttechnischer Ausblick:
Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich seit dem Ende Januar markierten Jahreshoch knapp oberhalb der Marke von 1,20 Dollar in einem intakten Abwärtstrend. Die Konsolidierung in einer bärischen Flaggenformation knapp oberhalb der 1,14er Marke wurde mittlerweile erwartungsgemäß auf der Unterseite aufgelöst. Entsprechend ist der Weg des geringsten Widerstands aus technischer Sicht weiter südwärts in den unteren 1,13er Bereich.

Wichtige Daten & Termine im Wochenverlauf:
Montag: nur Daten aus der zweiten Reihe
Dienstag: nur Daten aus der zweiten Reihe
Mittwoch: 20 Uhr Fed-Entscheid 20:30 Uhr Fed-PK
Donnerstag: 14:30 Uhr PCE-Preisindex
Freitag: 11 Uhr EZ-Verbraucherpreise
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