KLA: Warum Intel die Aktie noch nicht billig macht
KLA gilt als wichtiger Profiteur steigender Wafer-Equipment-Investitionen von Intel. Intels Investitionen könnten bis auf 28 Milliarden Dollar steigen. Der Umsatz zwischen Intel und KLA könnte sich von 2025 bis 2027 um den Faktor 6,4 erhöhen. Trotzdem bleibt die Bewertung anspruchsvoll.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
KLA profitiert von einem bullischen Szenario im Chipausrüster-Segment. Tokyo Electron, Lasertec und KLA gehören zu den Hauptprofiteuren steigender Intel-Investitionen.
Für KLA ist die Begründung konkret. Intel könnte die Investitionen bis auf 28 Milliarden Dollar steigern. Daraus ergäbe sich für KLA die Chance, den Umsatz mit Intel von 2025 bis 2027 um den Faktor 6,4 zu erhöhen. Das ist ein starkes Wachstumsszenario.
Die Aktie hat allerdings bereits eine scharfe Korrektur hinter sich. Vom Hoch bis zum Tief verlor KLA mehr als 30 Prozent innerhalb von nur zwölf Handelstagen. Dieser Rückgang hängt auch mit der Bewertung zusammen.
KLA handelt bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von rund 44. Auf Basis der Gewinne der nächsten zwölf Monate liegt die Bewertung sogar noch bei etwa 50. Das PEG-Ratio beträgt 2,1. Historisch wäre ein Bereich um 1,5 bis 1,6 für neue Positionen attraktiver.
Charttechnik
Knapp unter 200 Dollar liegt ein interessantes Unterstützungsniveau. Dort würde das Chance-Risiko-Verhältnis deutlich besser aussehen als nach der ersten Erholung.
Martins Einschätzung
KLA bleibt operativ spannend, weil Intel die Nachfrage treiben kann. Für neue Positionen ist die Aktie nach dem Rücksetzer aber noch nicht automatisch günstig. Der Bereich knapp unter 200 Dollar gehört auf die Watchlist.




