Palantir: Warum der Free Cashflow die Aktie drehen kann
Palantir leidet unter schwachem Software-Sentiment, obwohl die Wachstumszahlen stark bleiben. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 77. Das PEG-Ratio liegt nur bei 1,5 und damit deutlich unter früheren Extremwerten. Die Quartalszahlen Anfang August werden für den Free Cashflow entscheidend.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Palantir zeigt, wie negativ das Sentiment im Softwarebereich aktuell ist. Die Aktie wurde erneut abgestraft. Eine prominente Short-Position belastet zusätzlich die Wahrnehmung, obwohl die Fundamentaldaten stark bleiben.
Die Bewertung wirkt auf den ersten Blick hoch. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 77. Im Vergleich zu früheren Phasen ist die Überbewertung aber deutlich zurückgegangen. Palantir handelte zeitweise bei PEG-Ratios zwischen sechs und acht und bei Kurs/Gewinn-Verhältnissen von 250 bis 260. Aktuell liegt das PEG-Ratio bei etwa 1,5.
Die Wachstumszahlen rechtfertigen einen Bewertungsaufschlag. Der Umsatz im ersten Quartal stieg um 85 Prozent. Der Free Cashflow legte sogar um 150 Prozent zu. Palantir hob die Jahresprognose für den Free Cashflow auf 4,2 bis 4,4 Milliarden Dollar an.
Die ambitionierteste Vorgabe betrifft die kommenden zwei Jahre. Palantir stellt einen Free Cashflow von 15 bis 18 Milliarden Dollar in Aussicht. Ob das Unternehmen auch nur in die Nähe dieses Ziels kommt, entscheidet über die nächste Kursphase.
Martins Einschätzung
Die Aktie kommt trotz starker Zahlen nicht in Schwung. Gerade deshalb wirken die niedrigeren Kurse vor den Zahlen Anfang August interessant. Der Free Cashflow wird der zentrale Taktgeber.




