Uber: Warum Waymo die Aktie bis 60 Dollar drücken kann
Uber steht weiter unter Druck. Eine mögliche stärkere Trennung von Waymo belastet die Aktie, obwohl bestehende Verträge noch bis 2028 laufen. Der Bruch unter den Bereich von 70 bis 80 Dollar verschlechtert das Chartbild. Das nächste Anlaufniveau liegt bei rund 60 Dollar.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Uber leidet unter neuen Sorgen rund um Waymo. Waymo prüft offenbar, die eigene App stärker einzusetzen und sich schrittweise unabhängiger von Uber zu machen. Bestätigt ist diese Trennung bislang nicht, doch der Markt preist das Risiko bereits ein.
Kurzfristig ändert sich wenig. Die Verträge in Austin und Atlanta laufen bis 2028. Danach könnte Waymo stärker auf ein eigenes Ökosystem setzen. Für Uber wäre das problematisch, weil der Konzern seine eigene Sparte für selbstfahrende Autos verkauft hat und bei Robotaxis auf Partner angewiesen ist.
Waymo kritisiert mehrere Punkte in der Zusammenarbeit. Dazu zählen Sauberkeit, Routenführung, Flottenbetrieb, Verfügbarkeit bei schlechtem Wetter und finanzielle Konditionen. Diese Liste zeigt, dass die Partnerschaft mehrere Reibungspunkte hat.
Das langfristige Risiko ist größer als der kurzfristige Umsatzbeitrag. Wenn Robotaxis in hoher Stückzahl verfügbar werden und eigene Plattformen nutzen, verliert Uber einen Teil seiner Vermittlungsmacht. Waymo liefert bereits rund 500.000 bezahlte Fahrten pro Woche. Diese Zahl zeigt, dass Robotaxis aus der Testphase herauswachsen.
Charttechnik
Die Aktie hielt sich mehrere Monate zwischen 70 und 80 Dollar. Der Durchbruch nach unten verschlechtert das Bild. Das nächste relevante Anlaufniveau liegt bei rund 60 Dollar.
Martins Einschätzung
Uber bleibt vor den nächsten Zahlen riskant. Der frühere Bereich um 80 Dollar wirkt nicht mehr wie eine Kaufgelegenheit, solange Waymo das Partner-Modell infrage stellt und die Aktie unter 70 Dollar bleibt.




