Vodafone: Wieso die Prognoseanhebung die Aktie stützt
Vodafone steigerte den Umsatz um knapp zehn Prozent auf mehr als zehn Milliarden Euro. Der Serviceumsatz legte organisch um 5,2 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zu. Die Aktie gewann 4,3 Prozent. Das Kursziel von 150 Pence bleibt realistisch, weil die Prognose steigt und der Free Cashflow robust bleibt.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Vodafone lieferte ein starkes Quartal. Der Umsatz wuchs auf mehr als zehn Milliarden Euro. Der Serviceumsatz stieg auf 8,6 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Zukäufe, Verkäufe und Währungseffekte, erreichte Vodafone ein Plus von 5,2 Prozent.
Auch das Ergebnis überzeugte. Das bereinigte Ebitda after Leases legte um 6,7 Prozent auf fast drei Milliarden Euro zu. Im wichtigen deutschen Markt wuchs der Serviceumsatz organisch um 1,2 Prozent. Deutschland wächst damit langsamer als der Konzern insgesamt, bleibt aber stabil.
Der wichtigste Punkt ist die Prognose. Vodafone rechnete zuvor mit rund zwölf Milliarden Euro Ebitda. Jetzt liegt die Erwartung bei mehr als 13 Milliarden Euro. Beim bereinigten Free Cashflow peilt der Konzern 2,6 bis 2,9 Milliarden Euro an.
Die Dividendenrendite von 3,5 Prozent ergänzt die Investmentstory. Vodafone eignet sich damit eher als defensiver Depotbaustein als als dynamischer Technologiewert. Genau diese Mischung aus Cashflow, Dividende und moderaterem Risiko macht die Aktie aktuell interessant.
Charttechnik
Die Aktie hat eine größere ABC-Korrektur bis in den Bereich um 97 Pence verarbeitet. Aus dieser Struktur ergibt sich ein technisches Ziel knapp im Bereich von 150 Pence. Dieses Niveau passt auch zum Kursziel der Deutschen Bank.
Martins Einschätzung
Vodafone bleibt ein Kandidat für ein ausgeglicheneres Portfolio. Die Aktie bietet weniger Beta als viele Techwerte, liefert aber Cashflow, Dividende und nach der Prognoseanhebung wieder mehr fundamentalen Rückenwind.




