AstraZeneca: Warum die Aktie wieder Boden findet
AstraZeneca verfehlt die Umsatzschätzung leicht, liefert aber einen starken Gewinn. Die Aktie wirkt nach mehreren Studienenttäuschungen stabiler und kann wieder Richtung 13,50 bis 14 Pfund laufen.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
AstraZeneca steigerte den Umsatz um 6,4 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar. Der Wert lag rund 50 Millionen Dollar unter den Erwartungen. Der Gewinn je Aktie fiel mit 2,63 Dollar dagegen außergewöhnlich stark aus und lag deutlich über den Schätzungen.
Die Zahlen zeigen eine starke Margen- und Effizienzentwicklung. Mehrere wichtige Medikamente wachsen weiter. Enhertu steigerte den Umsatz um 31 Prozent auf 888 Millionen Dollar und steht damit nahe am Blockbuster-Status. Imfinzi wuchs um 27 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Tagrisso legte um 6 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar zu und bleibt das umsatzstärkste Medikament.
Der Ausblick bleibt bestätigt. Das nimmt Druck aus der Aktie, nachdem schwächere Studiendaten zuletzt belastet hatten. Enttäuschungen bei einem Medikament gegen seltene Blutkrankheiten und einem Herzmedikament hatten zuvor deutliche Abgaben ausgelöst.
In den kommenden Monaten erwartet AstraZeneca mehr als 20 wichtige Studienergebnisse. Jedes positive Ergebnis kann den Kurs schnell stützen.
Charttechnik
Die Aktie liegt seit Jahresbeginn leicht im Minus. Nach dem Rückgang von etwa 13,70 auf rund 12,70 Pfund zeichnet sich eine Bodenbildung ab. Der Bereich wirkt zunehmend unterstützt.
Martins Einschätzung
AstraZeneca hat gute Chancen, wieder in Richtung 13,50 bis 14 Pfund zu laufen. Der starke Gewinn und die volle Studienpipeline sprechen für eine Erholung, auch wenn einzelne Studiendaten weiter hohe Kursschwankungen auslösen können.




