Baker Hughes: Warum ich weiter auf 70 Dollar schaue
Baker Hughes bleibt trotz schwächerem Gewinn ein starker Energiewert. Die Aktie prallt zunächst am Widerstand ab, kann bei stabiler Auftragslage aber Richtung 70 Dollar laufen.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Baker Hughes erzielte im Quartal 6,74 Milliarden Dollar Umsatz. Das entspricht einem Rückgang um 2,4 Prozent, lag aber leicht über den Erwartungen. Der Gewinn je Aktie erreichte 64 Cent und blieb damit 15 Cent unter den Schätzungen.
Der Umsatzrückgang wirkt weniger problematisch, als er auf den ersten Blick aussieht. Baker Hughes verkaufte zwei Segmente: Precision, Sensors and Instrumentation sowie Surface Pressure Control. Diese Verkäufe nehmen Umsatz aus der Vergleichsbasis.
Wichtiger sind die Auftragseingänge. Sie fielen sehr stark aus und geben Rückenwind für die kommenden Quartale. Auch Fonds bauten ihre Positionen über vier Quartale hinweg aus. Das zeigt, dass institutionelle Anleger die mittelfristige Ausgangslage weiter positiv bewerten.
Risiken bleiben an den Ölpreis gekoppelt. Fällt der Ölpreis deutlich, haben Ausrüster wie Baker Hughes es schwerer, neue Hochs zu erreichen. Gleichzeitig kann der Wiederaufbau im Nahen Osten künftig zusätzliche Nachfrage bringen. Die aktuelle Auftragslage aus der Region bleibt allerdings noch schwach.
Charttechnik
Die Aktie testete im Bereich um 62 Dollar ein wichtiges Widerstandslevel und wurde dort zunächst abgewiesen. Der Rücksetzer muss noch nicht das Ende der Bewegung bedeuten. Das Chartbild bleibt konstruktiv, solange die Aktie die jüngste Stärke hält.
Martins Einschätzung
Baker Hughes bleibt einer der stärkeren Werte im Energiesektor. Die Aktie kann weiter Richtung 70 Dollar laufen, wenn Ölpreis und Auftragseingänge mitspielen. Als Depotbaustein kann der Wert zudem gegen geopolitische Energieschocks helfen.




