Celestica: Warum der Kursrutsch falsch wirkt
Celestica liefert Rekordzahlen und hebt die Prognose deutlich an. Der Kursrutsch passt eher zur schlechten Stimmung im Tech-Sektor als zu den operativen Daten.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Celestica erzielte 4,7 Milliarden Dollar Umsatz. Das ist ein Rekordwert und entspricht einem Anstieg um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz lag 310 Millionen Dollar über den Schätzungen.
Auch der Gewinn überzeugte. Der Gewinn je Aktie erreichte 2,54 Dollar und lag 23 Cent über den Erwartungen. Das entspricht einem Anstieg um 83 Prozent. Umsatz und Gewinn übertrafen zudem das obere Ende der eigenen Prognosespanne.
Noch wichtiger ist der Ausblick. Celestica erwartet für das Gesamtjahr nun 20,5 Milliarden Dollar Umsatz nach zuvor 19 Milliarden Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 65 Prozent. Der Konsens lag nur bei 19,22 Milliarden Dollar. Den Gewinn je Aktie hebt das Unternehmen von 10,15 auf 11,30 Dollar an und liegt damit rund einen Dollar über den Marktschätzungen.
Die operative Marge soll von 8,1 auf 8,4 Prozent steigen. Die Free-Cashflow-Prognose steigt von 500 auf 600 Millionen Dollar. Damit wächst Celestica nicht nur, sondern wird profitabler.
Charttechnik
Die Aktie startete stark, wurde aber vom Hoch rund 10 Prozent verkauft. Vom Schlusskurs um 281 Euro ging es zunächst bis knapp 300 Euro, später lag der Kurs bei etwa 268 Euro. Das zeigt den Druck auf das gesamte KI-Infrastruktur-Segment.
Martins Einschätzung
Der Abverkauf wirkt fundamental schwer erklärbar. Höhere Investitionen der Hyperscaler erhöhen die Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Celestica gehört zu den Unternehmen, die davon profitieren sollten. Für mich ist das vor allem eine Sentimentreaktion.




