K+S: Warum mir der Kurssprung bei K+S zu schnell geht
K+S steigt nach einem Doppel-Upgrade kräftig. Das neue Kursziel von 19 Euro passt zum besseren mittelfristigen Bild, doch nach dem schnellen Anstieg steht die Aktie an einer schwierigen Zone.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Exane BNP Paribas stuft K+S von Underperform auf Outperform hoch. Das Kursziel steigt deutlich von 12 auf 19 Euro. Die Begründung liegt in besseren mittelfristigen Ertrags- und Geschäftsaussichten.
Die Aktie hat bereits eine bewegte Phase hinter sich. Nach einem Rückgang von mehr als 18 Euro auf unter 13 Euro steht K+S wieder um 15 Euro. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa elf und wirkt im historischen Vergleich moderat. Ab dem kommenden Jahr soll K+S wieder klar positive Gewinne erzielen.
Das Geschäftsmodell bleibt zyklisch. Kali- und Düngemittelpreise schwanken stark. Die Nachfrage aus dem Agrarsektor hängt eng an den Preisen. Steigende Preise können die Nachfrage bremsen und dadurch wieder Druck auf die Erträge bringen.
Die Dividende fällt derzeit niedrig aus. Für das laufende Jahr stehen noch negative Gewinne im Raum. Damit bleibt das positive Rating ein wichtiger Impuls, aber kein Ersatz für eine dauerhaft bessere operative Entwicklung.
Charttechnik
K+S trifft im Bereich um 15 Euro auf alte Tiefs und ein früheres Hoch. Diese Zone kann den Anstieg bremsen. Übergeordnet läuft die Aktie noch in einer Aufwärtssequenz. Ein Lauf Richtung 18 Euro bleibt möglich, wenn der Widerstand fällt.
Martins Einschätzung
K+S sieht nach dem Upgrade besser aus als zuvor. Das Kursziel von 19 Euro wirkt nicht überzogen, aber der schnelle Tagesanstieg macht die Ausgangslage weniger attraktiv. Im MDax gibt es spannendere Kandidaten.




