TeamViewer: Ausbruch abwarten
TeamViewer liefert gemischte Quartalszahlen: Der Umsatz fällt, die Profitabilität bleibt hoch. Die Aktie braucht den Ausbruch über 6,50 Euro, damit der Weg Richtung 8 Euro frei wird.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
TeamViewer erzielte im Quartal einen Umsatzrückgang von rund 4 Prozent. Währungsbereinigt lag das Minus nur bei 1,4 Prozent, der starke Euro belastete also sichtbar. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel um 6 Prozent auf knapp 79 Millionen Euro.
Die Marge bleibt dennoch stark. TeamViewer hält eine bereinigte Ebitda-Marge von mehr als 43 Prozent und verdient operativ weiter ordentlich Geld. Das Kernergebnis stieg um 33 Prozent auf etwas mehr als 30 Millionen Euro. Die Verschuldung sank im Quartal ebenfalls leicht.
Der wichtigste Schwachpunkt liegt im Free Cashflow. Neue Vertragsvarianten bringen weniger direkte Zahlungen, belasten kurzfristig also den Mittelzufluss. Gleichzeitig wächst das Enterprise-Geschäft um mehr als 8 Prozent. Das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen bleibt schwach, soll sich im zweiten Halbjahr aber stabilisieren.
Zusätzliche Fantasie kommt aus der KI-Nutzung. TeamViewer verzeichnet bei den KI-Funktionen steigende Zugriffszahlen und bestätigt die Prognose für 2026. Das Unternehmen erwartet weiter minimales Umsatzwachstum und eine Ebitda-Marge von 43 Prozent.
Charttechnik
Der Bereich um 6,50 Euro bildet einen starken Widerstand. Käufe direkt an dieser Marke bleiben riskant. Erst ein Ausbruch nach oben würde das Chartbild klar verbessern. Dann hätte die Aktie Platz bis etwa 8 Euro.
Martins Einschätzung
TeamViewer steht operativ besser da, als es der schwache Umsatz vermuten lässt. Kurse zwischen 8 und 10 Euro bleiben realistisch, wenn der Ausbruch gelingt. Für einen Einstieg wirkt das aktuelle Niveau aber noch zu nah am Widerstand.




