Bloom Energy: Wieso der Anstieg noch zu klein ist
Bloom Energy liefert ein außergewöhnlich starkes Quartal. Der Umsatz steigt um 166 Prozent und überschreitet erstmals eine Milliarde Dollar. Die Prognose steigt deutlich. Nach einem Rückgang von mehr als 50 Prozent reicht ein Kursplus von zehn Prozent aus meiner Sicht nicht aus.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Bloom Energy steigert den Umsatz im Quartal um 166 Prozent auf mehr als eine Milliarde Dollar. Das liegt rund 230 Millionen Dollar über den Erwartungen. Der Gewinn je Aktie erreicht 78 Cent, während Analysten nur 41 Cent erwartet hatten.
Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen massiv aus. Die Zahl der Fonds mit Bloom Energy im Portfolio steigt von 482 im Dezember 2024 auf mehr als 1.800.
Der wichtigste Wachstumstreiber sind KI-Rechenzentren. Dort bleibt die Stromversorgung ein Engpass. Bloom Energy kann kurzfristig Energie bereitstellen und löst damit ein zentrales Problem beim Rechenzentrums-Ausbau.
Der Produktumsatz wächst um 215 Prozent. Gleichzeitig erreicht Bloom Energy den operativen Turnaround. Der Nettogewinn liegt bei 196 Millionen Dollar nach einem Verlust von mehr als 42 Millionen Dollar im Vorjahr. Das Ebitda steigt von 41 auf 250 Millionen Dollar.
Prognose
Bloom Energy hebt die Umsatzprognose von 3,4 bis 3,8 Milliarden Dollar auf 3,9 bis 4,2 Milliarden Dollar an. Das operative Non-GAAP-Ergebnis soll nun 800 bis 900 Millionen Dollar erreichen. Zuvor lag die Spanne bei 600 bis 750 Millionen Dollar.
Der erwartete Gewinn je Aktie steigt von 1,85 bis 2,25 Dollar auf 2,55 bis 2,85 Dollar.
Martins Einschätzung
Die Aktie ist mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von rund 53 für die nächsten zwölf Monate teuer. Die Wachstumsraten rechtfertigen diese Bewertung aber. Nach dem starken Rückgang wirkt ein Anstieg von nur zehn Prozent zu niedrig. Ein Lauf in Richtung 200 Dollar wäre in einem normalen Umfeld angemessen.




