KLA: Der Abverkauf ändert meine KI-These nicht
KLA meldet gute Zahlen, aber die Aktie verliert vorbörslich rund 8,2 Prozent. Der Umsatz wächst um 15 Prozent und liegt leicht über den Erwartungen. Der Markt verlangt bei KI-Infrastruktur-Aktien mehr als kleine Beats. Die langfristige These bleibt trotzdem intakt.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
KLA steigert den Umsatz um 15 Prozent. Das Wachstum fällt stärker aus als in den drei Quartalen zuvor. Der Umsatz liegt rund 60 Millionen Dollar über den Erwartungen. Der Gewinn je Aktie schlägt den Konsens um etwa fünf Cent.
Für den Markt reicht das derzeit nicht. Die Erwartungen an Halbleiter-Ausrüster sind sehr hoch, und die Bewertung war zuvor stark gestiegen. Nach dem Rückgang liegt das Kurs/Gewinn-Verhältnis für die nächsten zwölf Monate bei etwa 35 bis 36.
KLA bleibt dennoch einer der wichtigsten Profiteure des KI-Infrastruktur-Ausbaus. Je komplexer Chips werden, desto wichtiger werden Prüfung und Prozesskontrolle. Genau damit verdient KLA Geld.
Foundry- und Logic-Nachfrage bleiben stark. Speichertechnologien werden anspruchsvoller. KI-Investitionen erhöhen den Ausrüstungsbedarf. KLA, Lam Research und Applied Materials zählen in diesem Bereich zu den wichtigsten Gewinnern.
Charttechnik
Der Rücksetzer fällt heftig aus. Das steigende Volumen in fallende Kurse gefällt mir nicht und spricht für etwas Geduld.
Bereiche um 175 Dollar bleiben interessant. Sollte KLA noch einmal unter 175 Dollar fallen, wäre das aus meiner Sicht eine attraktive Kaufgelegenheit.
Martins Einschätzung
Der Abverkauf ist eine Reaktion auf Bewertung und Erwartungshaltung, nicht auf schlechte Fundamentaldaten. KLA bleibt ein Gewinner der KI-Investitionen. Die Aktie ist aber der teuerste der drei großen Kandidaten, deshalb lohnt Geduld beim Einstieg.




