Paypal: Die Bodenbildung wird endlich glaubwürdiger
Paypal liefert solide Zahlen und gewinnt charttechnisch an Stabilität. Der Umsatz steigt um fünf Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar, das Zahlungsvolumen legt um zehn Prozent zu. Die Aktie bleibt noch im übergeordneten Abwärtstrend. Über 80 Dollar würde sich das technische Bild deutlich verbessern.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Paypal steigt nach den Zahlen um rund vier Prozent. Der Umsatz wächst um fünf Prozent auf etwa 8,7 Milliarden Dollar und liegt rund 230 Millionen Dollar über den Erwartungen. Der Gewinn je Aktie erreicht 1,38 Dollar und schlägt den Konsens um zehn Cent.
Das Zahlungsvolumen wächst um zehn Prozent auf fast 490 Milliarden Dollar. Auch die Transaktionen legen zu: 6,8 Milliarden Transaktionen entsprechen einem Plus von acht Prozent. Die Kundenbasis steigt dagegen nur um 0,3 Prozent und bleibt damit nahezu stabil.
Die Marge verbessert sich leicht. Der freie Cashflow liegt bei rund 1,8 Milliarden Dollar. Damit kann Paypal weitere Aktienrückkäufe finanzieren.
Was kann den Kurs treiben?
Die neue Amazon-Kooperation ist ein wichtiger Punkt. Paypal startet "Buy now, pay later" in Deutschland und Österreich auf Amazon.de und in der App. Dadurch erhält Paypal Zugang zu einer großen E-Commerce-Kundenbasis.
Auch Übernahmefantasie stützt die Aktie. Ein angebliches Angebot von Stripe bei 60,50 Dollar je Aktie würde zumindest zeigen, dass strategische Käufer Paypal wieder ernster nehmen.
Charttechnik
Die Aktie steckt langfristig noch in einem Abwärtstrend. Die jüngste Aufwärtsbewegung sieht aber zunehmend nach Bodenbildung aus.
Bis 80 Dollar kann die Gegenbewegung technisch weiterlaufen. Erst über 80 Dollar wäre der große Abwärtstrend gebrochen.
Martins Einschätzung
Paypal wird operativ stabiler und charttechnisch interessanter. Für einen voll bestätigten Trendwechsel fehlt noch der Ausbruch über 80 Dollar.




