Dax-Aktie

Porsche: Die bessere Marge reicht mir hier nicht

onvista · Uhr

Porsche verdient trotz sinkender Auslieferungen deutlich mehr. Das operative Ergebnis steigt um rund ein Drittel auf 1,35 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern legt um 50 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Die Aktie bleibt dennoch nur fair bewertet. China, US-Zölle und ambitionierte Elektroauto-Ziele begrenzen das Chance-Risiko-Verhältnis.

Was bewegt die Aktie?

Porsche meldet für das erste Halbjahr einen Umsatzrückgang von fünf Prozent. Die Auslieferungen sinken sogar um 16,5 Prozent. Entscheidend ist aber, dass Umsatz und Gewinn deutlich besser halten als das Volumen.

Die Strategie „Value over Volume“ trägt dazu bei. Porsche verkauft stärker über Ausstattung, Individualisierung und Preissetzung statt über reine Stückzahlen. Dadurch steigt die operative Rendite von 5,5 Prozent im Vorjahr auf 7,8 Prozent.

Der Gewinn nach Steuern legt um 50 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Der Automotive-Netto-Cashflow verbessert sich von 394 Millionen Euro im Vorjahr auf mehr als eine Milliarde Euro. Die Cashflow-Marge steigt von 2,4 auf 6,7 Prozent.

Die Restrukturierung belastet Porsche 2026 und voraussichtlich auch 2027 weiter. Die vollen Einsparungen erwartet das Unternehmen erst ab 2028. Die Jahresprognose bleibt stabil: 35 bis 36 Milliarden Euro Umsatz, 5,5 bis 7,5 Prozent operative Rendite und 15 bis 17 Prozent Automotive-Ebitda-Marge.

Was bremst die Aktie?

Der geplante Elektroauto-Anteil von 24 bis 26 Prozent wirkt ambitioniert, nachdem der Anteil zuletzt unter 20 Prozent lag. Bleibt Porsche unter diesem Ziel, kann das den Ausblick belasten.

China bleibt schwach. Die US-Zölle bleiben ebenfalls ein Risiko. Die operativen Verbesserungen sind sichtbar, aber bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von rund 21 ist die Aktie fair bewertet.

Martins Einschätzung

Porsche arbeitet erfolgreich an Kosten, Cashflow und Profitabilität. Für deutliches Kurspotenzial reicht das im Moment aber nicht. Die Aktie ist nach den vorliegenden Zahlen eher eine Halteposition als ein klarer Kauf.

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