Logistik-Aktie

UPS: Warum ich trotz Prognoseanhebung vorsichtig bleibe

onvista · Uhr

UPS übertrifft die Erwartungen bei Umsatz und bereinigtem Gewinn. Der Umsatz steigt um acht Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie liegt bei 1,76 Dollar. Die Aktie fällt dennoch um rund 6,5 Prozent. Hohe Restrukturierungskosten und ein schwacher GAAP-Gewinn halten das Risiko hoch.

Was bewegt die Aktie?

UPS meldet auf den ersten Blick solide Quartalszahlen. Der Umsatz wächst um acht Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar und liegt rund eine Milliarde Dollar über dem Konsens. Der bereinigte Gewinn je Aktie steigt um 14 Prozent auf 1,76 Dollar und schlägt die Erwartungen um zehn Cent.

Das Kerngeschäft stabilisiert sich. Die Zahl der großen Fonds, die UPS halten, bleibt seit zwei Quartalen stabil, nachdem zuvor längere Rückgänge zu sehen waren. Das ist ein positives Signal, weil Amazon zunehmend eigene Logistik nutzt und dadurch Volumen bei UPS wegfällt.

UPS setzt stärker auf margenstärkere Spezialbereiche. Dazu zählen Gesundheitslogistik und gekühlte Medikamentenzustellung. Das Speditionsgeschäft und das Logistikgeschäft entwickeln sich ebenfalls positiv.

Wo liegt das Problem?

Das Programm „Transform 2.0“ belastet weiter. UPS investiert in Technologie und verbessert das Personalmanagement, doch Abfindungen drücken den ausgewiesenen Gewinn. Bis Ende des zweiten Quartals sollen Gesamtkosten von 1,8 Milliarden Dollar anfallen, davon rund 1,2 Milliarden Dollar im Jahr 2026.

Der GAAP-Gewinn je Aktie sinkt deshalb von 1,51 Dollar im Vorjahr auf 71 Cent. Diese Zahl erklärt die schwache Kursreaktion besser als die bereinigten Kennziffern.

UPS erhöht zwar die Umsatzprognose auf 91,2 Milliarden Dollar und erwartet 7,22 Dollar bereinigten Gewinn je Aktie. Die Restrukturierung bleibt aber ein spürbarer Belastungsfaktor.

Martins Einschätzung

Solange der Transformationsprozess läuft, bleibt UPS eine vorsichtige Aktie. Zwischen 80 und 120 Dollar liefert der Chart wenig neue Information. Ein Investment drängt sich trotz besserem Ausblick noch nicht auf.

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