Visa: Gute Zahlen reichen für den Ausblick nicht
Visa wächst weiter zweistellig. Der Umsatz steigt um 14 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar, der Gewinn je Aktie legt um elf Prozent auf 3,32 Dollar zu. Die Aktie reagiert trotzdem schwach. Zahlungsvolumen und Jahresausblick bleiben hinter den hohen Erwartungen zurück.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Visa meldet starke absolute Zahlen. Der Umsatz steigt um 14 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Währungsbereinigt liegt das Wachstum bei rund 13 Prozent. Der Umsatz übertrifft die Erwartungen um etwa 200 Millionen Dollar.
Der Gewinn je Aktie steigt um elf Prozent auf 3,32 Dollar und liegt rund zehn Cent über Konsens. Das Zahlungsvolumen wächst um zehn Prozent. Im Vorquartal lag das Wachstum bei neun Prozent, die Dynamik beschleunigt sich also leicht.
Das Wachstum ist breit. Der Serviceumsatz steigt um 14 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit Datenverarbeitung wächst um 17 Prozent auf sechs Milliarden Dollar. Internationale Transaktionen legen um sechs Prozent auf 3,9 Milliarden zu.
Was bremst Visa?
Das Zahlungsvolumen bleibt unter den Markterwartungen. Zudem steigen die Kosten. Die Aufwendungen liegen bei 4,76 Milliarden Dollar nach vier Milliarden Dollar im Vorjahr. Dadurch könnten die Margen künftig leicht unter Druck geraten.
Visa erwartet Gewinn- und Umsatzwachstum nun am unteren Ende der bisherigen Spannen. Das dämpft den Jahresausblick und erklärt die schwache Kursreaktion.
Martins Einschätzung
Die Zahlen sind gut, aber nicht stark genug für die Erwartungen an eine Aktie nahe Jahreshoch. Ein Rücksetzer in den Bereich um 350 Dollar wäre nach diesem Ausblick nachvollziehbar.




