Arm: Wieso mir selbst Rekordzahlen zu teuer sind
Arm lieferte ein Rekordquartal, konnte den Kursrückgang vom Vortag aber nicht wettmachen. Umsatz, Gewinn und Ausblick lagen über den Erwartungen. Das operative Geschäft bleibt stark. Die Bewertung bleibt trotzdem der entscheidende Bremsfaktor.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Arm steigerte den Umsatz um 22 Prozent und den Gewinn um 29 Prozent. Der Gewinn lag fünf Cent über den Erwartungen, der Umsatz rund 20 Millionen Dollar darüber. Für das Juniquartal war es das stärkste Quartal der Unternehmensgeschichte.
Der Royalty-Umsatz stieg um 22 Prozent. Die Lizenz- und sonstigen Umsätze legten um 23 Prozent zu. Der annualisierte Vertragswert erhöhte sich um 13 Prozent.
Besonders auffällig bleibt die Marge. Bei 1,29 Milliarden Dollar Umsatz erzielte Arm einen bereinigten Bruttogewinn von 1,26 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Bruttomarge von 98 Prozent. Die operative Marge lag bei 41 Prozent, das operative Ergebnis bei 531 Millionen Dollar.
Für das Geschäftsjahr 2027 liegt der Mittelpunkt der Umsatzspanne bei 1,38 Milliarden Dollar. Der Konsens lag bei 1,35 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie liegt der Mittelpunkt der Erwartung bei 47 Cent, der Konsens bei 45 Cent.
Charttechnik
Die Aktie bewegte sich vorbörslich kaum und holte den Verlust von acht Prozent vom Vortag nicht zurück. Trotz halbierter Bewertung liegt das Kurs/Gewinn-Verhältnis noch immer nahe 100.
Martins Einschätzung
Arm ist operativ stark, aber sehr teuer. Die Zahlen reichen nicht aus, um diese Bewertung problemlos zu rechtfertigen. Trotz bullischer Kursziele bis 326 Dollar bleibt Vorsicht angebracht.




