Meta: Jetzt verkaufen oder dabeibleiben?
Meta verlor nach den Zahlen rund zehn Prozent. Der Umsatz überzeugte, doch der Gewinn verfehlte die Erwartungen deutlich. Die Aktie wirkt nach dem Rückgang günstig. Hohe KI-Investitionen und steigende Kosten erklären den Druck, ändern aber nicht die Stärke des Werbegeschäfts.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Meta steigerte den Umsatz um 28 Prozent und lag rund 500 Millionen Dollar über den Erwartungen. Das Wachstum zählt zu den stärkeren Quartalen der jüngeren Vergangenheit.
Der Markt konzentrierte sich jedoch auf die Gewinnseite. Das operative Ergebnis sank um acht Prozent, das Nettoergebnis um 13 Prozent. Der Gewinn je Aktie lag bei 6,18 Dollar und damit deutlich unter den erwarteten 7,22 Dollar.
Die operativen Aufwendungen stiegen um 55 Prozent. Zusätzlich belasteten Rechtskosten von 2,4 Milliarden Dollar. Inklusive Abfindungskosten lagen die einmaligen Belastungen bei rund 3,6 Milliarden Dollar. Bereinigt wäre das operative Ergebnis um neun Prozent gestiegen.
Das Kerngeschäft bleibt stark. Der Umsatz der Family of Apps stieg um 28 Prozent. Die Werbeeinblendungen legten um 14 Prozent zu, die Anzeigenpreise um zwölf Prozent. Reality Labs steigerte den Umsatz um 16 Prozent, schrieb aber höhere Verluste.
Meta hob das untere Ende der Investitionsspanne um fünf Milliarden Dollar auf 130 bis 145 Milliarden Dollar an. Ein großer Teil fließt in KI-Rechenzentren.
Charttechnik
Nach dem Rückgang fällt die Bewertung auf rund das 17- bis 18-Fache des erwarteten Gewinns. Das PEG-Ratio liegt deutlich unter eins. Für langfristige Anleger wirkt die Aktie damit günstig.
Martins Einschätzung
Meta bleibt trotz des Kurseinbruchs interessant. Die hohen KI-Kosten belasten kurzfristig, doch das Werbegeschäft wächst stark. Auf diesem Niveau würde ich die Aktie nicht hergeben.




