Robinhood: Wieso der Rekordumsatz mehr verdient
Robinhood lieferte starke Zahlen, die Aktie reagierte zunächst aber nur verhalten. Umsatz und Gewinn lagen klar über den Erwartungen. Die Diversifizierung trägt stärker zum Wachstum bei. Höhere Betriebskosten bleiben der wichtigste Belastungsfaktor.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Robinhood erzielte einen Rekordumsatz von 1,308 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 32 Prozent. Der Konsens wurde um 30 Millionen Dollar übertroffen.
Der Gewinn je Aktie lag bei 62 Cent. Erwartet waren nur 43 Cent. Damit schlug Robinhood die Erwartungen auf der Gewinnseite deutlich.
Das Transaktionsgeschäft wuchs beim Umsatz um 44 Prozent. Die Optionsumsätze stiegen um 29 Prozent, die Aktienumsätze um 95 Prozent. Besonders dynamisch entwickelten sich Eventkontrakte: Sie erreichten 156 Millionen Dollar und haben sich damit mehr als verzehnfacht.
Diese Entwicklung zeigt, dass Robinhood nicht mehr nur von einem einzelnen Marktsegment abhängt. Die Stabilisierung im Kryptobereich kann zusätzlich helfen, weil sie die Handelsaktivität und die Stimmung gegenüber der Aktie stützen dürfte.
Charttechnik
Vom Hoch bis zum Tief verlor die Aktie rund 26 Prozent. Nach den guten Zahlen kann die Aktie im Haupthandel dynamischer steigen, wenn der Markt den starken Gewinnanstieg stärker gewichtet.
Martins Einschätzung
Robinhood wächst breit und profitabel. Die höheren Betriebskosten können den Markt kurzfristig bremsen, doch bei weiter starkem Wachstum lassen sich diese Kosten mittelfristig ausgleichen.




