Japanischer Autobauer

Nissan überrascht mit Gewinnsprung - Absatzprognose gesenkt

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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(Reuters) - Der japanische Autobauer Nissan hat im ersten Quartal dank einer strikteren Kostenkontrolle und eines schwachen Yen überraschend viel verdient. Das operative Ergebnis lag in den drei Monaten bis Ende Juni ‌bei 77,9 Milliarden Yen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 79,1 Milliarden Yen angefallen war, wie das Unternehmen am ⁠Montag ⁠in Yokohama mitteilte. Es war das vierte Quartal in Folge mit einem operativen Gewinn und übertraf die Erwartungen von Analysten deutlich. Diese hatten laut LSEG-Daten im Schnitt mit einem Plus von 7,5 Milliarden Yen gerechnet.

Der schwache Yen, der die ‌im Ausland erzielten Einnahmen bei der Umrechnung ‌aufwertet, glich weltweit geringere Verkaufszahlen sowie gestiegene Rohstoffkosten infolge des Nahost-Konflikts aus. Konzernchef Ivan Espinosa erklärte, die schwierigen Bedingungen in China und ⁠im Nahen Osten hätten Teile des Geschäfts belastet. Nissan kämpft ‌wie andere Autobauer in Europa ⁠und Asien mit einer starken Konkurrenz durch chinesische Elektroauto-Bauer. Im vergangenen Monat hatte überdies ein schweres Erdbeben im Süden Japans das Unternehmen gezwungen, die Produktion in zwei ‌Werken vorübergehend einzustellen. Espinosa hatte ⁠das Ruder bei Nissan im ⁠April 2025 übernommen und versucht, den von Skandalen und Turbulenzen gebeutelten Konzern mit einem Jobabbau und Produktionskürzungen dauerhaft profitabel zu machen.

Seine Prognose für den weltweiten Absatz im Gesamtjahr senkte Nissan um fünf Prozent auf 3,15 Millionen Fahrzeuge. Das Ziel für den operativen Jahresgewinn von 200 Milliarden Yen behielt Nissan jedoch bei.

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