Bayer: Der Cashflow bremst meine Kauflaune
Bayer steigt nach starken Quartalszahlen um mehr als fünf Prozent. Umsatz, Ergebnis und Gewinn je Aktie schlagen die Erwartungen, doch der freie Cashflow enttäuscht klar.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Bayer steigerte den Umsatz um 1,2 Prozent auf knapp 10,9 Milliarden Euro. Der Markt hatte mit einem Rückgang gerechnet. Auch das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 2,14 Milliarden Euro über den Erwartungen von weniger als zwei Milliarden Euro.
Besonders stark fiel der Gewinn je Aktie aus. Bayer erzielte 0,95 Euro, während der Markt nur 0,75 Euro erwartet hatte. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn.
Der freie Cashflow bleibt der zentrale Schwachpunkt. Er lag bei minus 371 Millionen Euro, nach plus 125 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung passt noch nicht zu einer nachhaltig starken Investmentthese.
In der Pharmasparte liegen die Umsätze etwa auf Vorjahresniveau. Belastungen durch Patentabläufe bei Xarelto und Eylea werden zunehmend durch neue Produkte abgefedert. Das schafft eine bessere Ausgangslage für den Pharmabereich.
Charttechnik
Die Aktie hat die Konsolidierung nach oben verlassen und den Bereich um 48,50 Euro überwunden. Kurzfristig ist damit weiteres Potenzial bis etwa 54 Euro möglich.
Martins Einschätzung
JP Morgan bleibt bei Übergewichten, nennt aber nur ein Kursziel von 50 Euro. Genau diesen Bereich läuft die Aktie jetzt an. Bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von rund 15 ist bereits viel Positives eingepreist. Der aktuelle Kurs eignet sich eher nicht für einen Neueinstieg.




