Elmos Semiconductor: Warum mir die Aktie zu teuer ist
Elmos Semiconductor meldet solide Quartalszahlen, doch das Umsatzwachstum verliert Tempo. Die Aktie bleibt charttechnisch angeschlagen und wirkt nach dem starken Jahresanstieg fair bewertet.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
Elmos Semiconductor steigerte den Umsatz im Quartal um elf Prozent. Im Vorquartal lag das Wachstum noch bei rund 20 Prozent. Damit zeigt sich zwar weiter Wachstum, aber die Dynamik lässt spürbar nach.
Die Gewinnseite sieht besser aus. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 32 Prozent auf fast 40 Millionen Euro. Die Marge legte um fast vier Prozentpunkte auf mehr als 24 Prozent zu. Das spricht weiter für eine hohe Nachfrage und ein ordentliches operatives Geschäft.
Der Markt reagiert dennoch vorsichtig, weil Elmos die Jahresprognose lediglich bestätigte. Der Konzern erwartet weiter ein Umsatzwachstum von zwölf Prozent plus oder minus zwei Prozentpunkte. Nach 20 Prozent im ersten Quartal und elf Prozent im zweiten Quartal deutet diese Prognose auf zwei eher schwächere Folgequartale hin.
Auch die Margenprognose liefert wenig Zusatzfantasie. Die bereinigte Marge beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll zwischen 23 und 26 Prozent liegen. In der Mitte der Spanne wäre das nur ein kleiner weiterer Anstieg.
Charttechnik
Der Kursverlauf bleibt abwärtsgerichtet. Die Aktie markiert tiefere Hochs und tiefere Tiefs. Solange sich dieses Muster fortsetzt, fehlt ein belastbares Kaufsignal.
Martins Einschätzung
Die Aktie ist seit Jahresbeginn um rund 50 Prozent gestiegen. Bei einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von etwa 20 ist Elmos für das erwartete Wachstum fair bewertet, aber nicht günstig. Am Markt gibt es aktuell attraktivere Chancen.




