Rohstoffe

Ölpreise geraten unter Druck - Hoffnung auf baldige Einigung im Iran-Krieg

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: AzmanMD/Shutterstock.com

Angesichts gestiegener Hoffnungen auf eine Einigung im Iran-Krieg haben die Ölpreise am Dienstag nachgegeben. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 80,82 US-Dollar. Das waren 3,44 Prozent weniger als am Vortag. Damit knüpfte der Preis an seine deutlichen Vortagsabschläge an.

Katar teilte am Dienstag mit, dass ein Entwurf für ein mögliches kurzfristiges Abkommen zwischen den USA und dem Iran "derzeit zwischen den Parteien zirkuliert". Es seien jedoch keine direkten Gespräche zwischen den beiden Seiten geplant und es gebe keinen Zeitplan für eine Einigung.

In einem Interview mit dem Fernsehsender am Dienstag sagte US-Finanzminister Scott Bessent: "Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Einigung erzielen, um die Meerenge zu öffnen". Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung durch den Iran in der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus machte Bessent klar, er gehe davon aus, dass eine freie Durchfahrt möglich sein werde.

Der Iran hat zuletzt bestritten, in direkten Gesprächen mit den USA zu stehen. Washington müsse "den ersten Schritt machen und sein Verhalten ändern", sagte Mohsen Rezaee, Berater des Obersten Führers des Landes, Modschtaba Chamenei, im staatlichen Fernsehen. Eine diplomatische Lösung scheint von den Gesprächen zwischen Oman und dem Iran abzuhängen, die darauf abzielen, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder in Gang zu bringen, doch Teheran beharrt weiterhin auf seiner Hoheitsgewalt über die Wasserstraße.

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