
Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Freitag im frühen Handel von seiner freundlichen Seite gezeigt. Für den Dax ging es kurz nach Handelsstart um 0,5 Prozent auf 26.279 Punkte nach oben. Nach seinem zur Wochenmitte erreichten Höchststand bei etwas über 26.400 Zählern fehlt dem Leitindex für einen Anstieg über dieses Kursniveau aber derzeit die Kraft. Damit zeichnet sich auf Wochensicht ein Dax-Plus von mehr als zwei Prozent ab.
Der MDax stieg am Freitagmorgen um 0,3 Prozent auf 32.523 Zähler. Der EuroStoxx 50, Leitindex des Euroraums, legte um 0,3 Prozent zu.
Bremsen könnte vor dem Wochenende der etwas gestiegene Ölpreis, da die Aussichten auf eine dauerhafte Einigung zwischen den USA und dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus weiterhin ungewiss sind. US-Präsident Donald Trump geht jedoch nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Meerenge bevorstehen könnte. Zudem richten sich die Blicke auf den US-Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag.
Kursverluste bei Allianz nach Zahlen
Die Aktien der Allianz und der Munich Re haben am Freitag mit Kursverlusten auf die Quartalszahlen und Ausblicke der beiden Versicherer reagiert. Die Allianz-Papiere fielen im frühen Handel - verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs vom Vortag - um 0,9 Prozent auf 436,80 Euro. Für die Titel von Munich Re ging es um 2,6 Prozent auf 509 Euro abwärts.
Bei der Allianz stieg der operative Gewinn im zweiten Quartal um fast elf Prozent auf ein Rekordhoch. Unter dem Strich hatten sich Analysten aber mehr versprochen. Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz weiter auf Kurs zu dem geplanten operativen Jahresgewinn von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro. Experte Philip Kett vom Analysehaus Jefferies sprach in einer ersten Reaktion von einem enttäuschenden Wachstum im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft.
Der Rückversicherer Munich Re bekommt den Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern wie der Allianz deutlich zu spüren. Nach weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappte Vorstandschef Christoph Jurecka sein Umsatzziel für das laufende Jahr. Die Kürzung habe ihn nicht überrascht und auch der Konsens habe dies bereits in seinen Schätzungen berücksichtigt, betonte JPMorgan-Analyst Kamran Hossain.
Brenntag steigt nach Prognoseanhebung
Die Papiere von Brenntag haben am Freitag ihre Anfang Juli gestartete Kursrally nach eine erneuten Prognoseanhebung beschleunigt. Im frühen Handel stiegen sie mit 66,86 Euro auf den höchsten Stand seit März 2025. Zuletzt legten sie noch um 2,4 Prozent auf gut 66 Euro zu. Damit summiert sich der Zuwachs seit Anfang Juli auf ein Viertel.
Die aktuelle Nachfrageentwicklung stimmt den Chemikalienhändler noch optimistischer für das laufende Jahr. Analyst Marcus Dunford-Castro von Jefferies sieht Aktienkurs durch die erhöhte operative Ergebniszielspanne für das Gesamtjahr gestützt.
Wenn du eine bestimmte Aktie oder anderes Wertpapier im Auge behalten willst: Füge sie zu deiner Watchlist hinzu und du kannst in der onvista-App automatisch Alarme erhalten, wenn sich der Kurs stark bewegt.


