Grund fürs Markt-Comeback? US-Renditen? Zalando-Aktie?

Warum schnellt der Aktienmarkt nach der Korrektur im Juli nun so plötzlich wieder hoch?
Die Märkte schnellen nicht hoch, sondern ergeben einen sinnvollen Trend. Aus der Kombination des nachlassenden Politikrisikos rund um den Iran, den durchweg bescheidenen, aber verbesserten Zahlen aus der Wirtschaft und den politischen Wetten in jedem Land, insbesondere Deutschland. Das ergibt eine Grundnachfrage für Aktieninvestments, wofür die großen Tech-Giganten das allgemeine Vorbild liefern.
30-jährige US-Anleihen rentieren mit 5,3 Prozent so hoch wie zuletzt 2002. Geht da noch mehr?
Die Rendite der 30-jährigen Treasury Bonds ist die Leitlinie für den allgemeinen Zinstrend in den USA. Denn aktuell 5,3 Prozent können von der Fed nicht korrigiert werden. Dieser Grundtrend ist das Spiegelbild der laufenden Staatsverschuldung im Dollar. Die Wechselwirkung ist bekannt.
Das ergibt aus der Sicht der Aktienmärkte eine andere Perspektive: Solange die Ertragsdynamik der bestimmenden Wirtschaftszweige ausreichend dynamisch erscheint, sind die langen Zinsen nur eine Art Bremse. Damit können die Märkte vorerst leben.
Die Zalando-Aktie rangiert auf fast demselben Niveau wie zum IPO 2014. Warum entsteht hier langfristig kein Wert?
Zalando war eine interessante Geschäftsidee. Die gekonnte Zielführung des Kurses mit dem Hintergrund seiner Kernaktionäre und einem cleveren Management entwickelte eine interessante Umsatzgröße. Allerdings sind sechs Milliarden Euro Marktwert eher preiswert.
Die Sicherheit der Gewinnmarge im zunehmenden Umsatz bleibt jedoch das Problem, insbesondere für die Risiken in den Rückgaben der vorher verkauften Ware. Das ergibt keine Wachstumsprämie, sondern ein Wachstumsrisiko. Gleichwohl wirkt der Rücksetzer überzogen.




