Beteiligungsgesellschaft

Milliardenverlust bei Porsche SE wegen VW-Abschreibung

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Quelle: dpa-AFX

Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE im ersten Halbjahr 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 2,2 Milliarden, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Im Jahr zuvor wurden noch 300 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Sowohl Europas größter Autobauer Volkswagen als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenbauer Porsche, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie. Die Wertberichtigungen auf die Volkswagen-Anteile betrugen im ersten Halbjahr 3 Milliarden Euro und auf den Sportwagenbauer Porsche 200 Millionen Euro.

Beteiligungsgesellschaft fordert Tempo beim VW-Umbau

Porsche SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch mahnte eine rasche Entscheidung zum Sparprogramm in Wolfsburg an. Der Volkswagen-Konzern stehe an einem historischen Wendepunkt. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen gehe es um die Zukunft von Volkswagen. «Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme.»

Der Finanzvorstand der Porsche SE, Johannes Lattwein betonte, daher stehe die Porsche SE als Mehrheitsstammaktionär hinter dem Konzernvorstand und seinen Vorschlägen. Das Ziel sei Wettbewerbsfähigkeit. Auf dem Weg dahin dürfe es keine Denkverbote geben. Andernfalls laufe Volkswagen Gefahr, im internationalen Wettbewerb dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten.

Die Verschuldung ging Ende Juni leicht auf 5 Milliarden Euro zurück. Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an.

Artikel teilen:

Das könnte dich auch interessieren

Kriselnder Autobauer
Arbeitnehmer wollen VW-Vorstand zu Gesprächen zwingen11. Sept. · dpa-AFX
Arbeitnehmer wollen VW-Vorstand zu Gesprächen zwingen
VW-Tochter erzielt Milliardenerlös
Porsche verkauft Bugatti und Rimac09. Sept. · dpa-AFX
Porsche verkauft Bugatti und Rimac
Aktie mehr als vier Prozent im Minus
US-Regierung kritisiert Ford wegen China-Partnerschaften09. Sept. · Reuters
US-Regierung kritisiert Ford wegen China-Partnerschaften
Plus-Analysen
Kolumne von Stefan Riße
Die KI könnte sich selbst ausbremsenheute, 06:37 Uhr · Acatis
Profi-Trader Martin gibt Einblick
Börsenspiel Trader 2026: Warum ich nur auf diesen Trend setze11. Sept. · onvista
Abbau von bis zu 100.000 Stellen
Das trauen wir der VW-Aktie jetzt zu09. Sept. · onvista