Kupfer- und Kobaltkonzentrat

Rohstoffmärkte nervös nach Exportverbot in DR Kongo

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Maxx-Studio/Shutterstock.com

Die Demokratische Republik Kongo hat die Ausfuhr von Kupfer- und Kobaltkonzentrat verboten, um die Verarbeitung im eigenen Land zu fördern und so einen größeren Teil der Wertschöpfung zu sichern. ‌Das geht aus einer Regierungsanordnung hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlag.

Die Nachricht trieb den Kupferpreis an. ⁠An der ⁠Londoner Metallbörse LME verteuerte sich das Industriemetall um bis zu 1,8 Prozent auf 14.369,50 Dollar je Tonne. Dies war der höchste Stand seit dem 29. Januar. Die Demokratische Republik Kongo ist der weltweit größte Produzent von Kobalt und ‌ein bedeutender Lieferant von Kupfer. Beide ‌Metalle sind entscheidend für die Energiewende, etwa für Batterien von E-Autos und den Ausbau von Stromnetzen.

Das Verbot tritt demnach mit sofortiger ⁠Wirkung in Kraft. Allerdings können aus strategischen Gründen für ein ‌Jahr Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Das ⁠Land hatte bereits in den Jahren 2013, 2019 und 2023 ähnliche Ausfuhrverbote verhängt, diese jedoch oft mit Ausnahmeregelungen versehen, wenn die Schmelzkapazitäten im Inland nicht ausreichten. Einem ‌Analysten zufolge dürfte der ⁠Schritt die meisten Bergbauunternehmen kaum ⁠belasten, da der Großteil des Kupfers und Kobalts bereits im Land veredelt wird.

Betroffen sein könnte jedoch unter anderem das Kupferbergwerk Kamoa-Kakula, ein Gemeinschaftsunternehmen von Ivanhoe Mines und der chinesischen Zijin Mining, das bisher noch einen Teil seines Konzentrats exportiert.

Artikel teilen:

Das könnte dich auch interessieren

Aurubis, Freeport-McMoRan, Southern Copper
Minenwerte unter Druck - Kupferpreis kommt vom Rekord zurück10. Sept. · dpa-AFX
Kupfererz wird verarbeitet.
Steigende Energieträger-Preise
Trump behauptet: Moskau und Kiew wollen Angriffe auf Energie stoppen14. Sept. · dpa-AFX
Trump behauptet: Moskau und Kiew wollen Angriffe auf Energie stoppen
Plus-Analysen
Teures Öl und steigende Zinsen
Die besten Investments für ein Anti-Inflations-Depotgestern, 12:02 Uhr · onvista
Mehrere Faktoren belasten
Bei Gold wird es erst schlimmer, bevor es besser wird15. Sept. · onvista