Chemikalienhändler

Brenntag hebt Gewinnprognose für 2026 erneut an

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: nitpicker / Shutterstock.com

Eine weiterhin gute Nachfrage stimmt den Chemikalienhändler Brenntag noch optimistischer für das laufende Jahr. Nur wenige Wochen nach einer Erhöhung der Gewinnprognose traut sich die Unternehmensführung um Chef Jens Birgersson in der Tendenz noch mehr zu. Bei Anlegern an der Börse kam das gut an.

Konkret erwartet Brenntag laut Mitteilung vom Freitag "auf Grundlage des anhaltend positiven Starts in das dritte Quartal" für 2026 nun einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro. Erst im Juni hatte der Dax-Konzern die Prognose auf 1,25 bis 1,40 Milliarden Euro angehoben. Analysten haben aktuell im Schnitt 1,38 Milliarden Euro auf dem Zettel.

Der Brenntag-Aktienkurs schnellte am Vormittag bis auf 66,68 Euro nach oben und damit auf den höchsten Stand seit März 2025. Zuletzt war das Papier mit einem Kursplus von 1,6 Prozent auf 65,68 Euro immer noch unter den Favoriten im deutschen Leitindex Dax. Für 2026 steht für Brenntag nun ein Kursplus von rund einem Drittel zu Buche, während der Dax gut 7 Prozent vorne liegt.

Wie ebenfalls seit Juni auf Basis vorläufiger Resultate bekannt ist, dürfte das operative Ergebnis im zweiten Quartal "um die 450 Millionen Euro" liegen. Dies wäre ein Plus von fast 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Die endgültigen Zahlen und Details zur Geschäftsentwicklung soll es am 12. August geben.

Noch zu Jahresbeginn hatte Brenntag unter den Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten gelitten, Umsatz und operatives Ergebnis waren im ersten Quartal spürbar zurückgegangen. Doch in der Folge spielte der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus, durch die sonst rund ein Fünftel des Weltölhandels läuft, einigen europäischen Chemiekonzernen sogar in die Hände.

Sie konnten weiterhin verlässlich liefern und teilweise sogar die Preise deutlich anheben, während vor allem asiatische Anbieter wegen ihrer starken Abhängigkeit von den Lieferungen aus Nahost unter den gestörten Logistikketten und Versorgungsengpässen litten. Fraglich bleibt aber, wie lange der Rückenwind durch diese Sonderkonjunktur anhält.

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