Streit mit der Trump-Regierung

RWE gibt Milliarden-Pachtverträge für US-Windparks zurück

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: imageportal/Shutterstock.com

RWE hat seinen Streit mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump über drei Windpark-Projekte in US-Gewässern beigelegt. Die Konzerntochter RWE U.S. Offshore habe mit dem US-Innenministerium einen ‌Vergleich geschlossen, wonach sie drei Offshore-Windpachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgibt. Die freiwerdenden ⁠1,2 ⁠Milliarden Dollar investiert RWE in US-Gasprojekte.

Die Vereinbarung ist die fünfte und bislang größte, die die US-Regierung in diesem Jahr im Rahmen ihrer Bemühungen geschlossen hat, die Entwicklung von US-Offshore-Windprojekten zu stoppen, die Trump als ‌teuer und unansehnlich betrachtet. Seine Regierung ‌hat sich von der Förderung sauberer Energien abgewendet und will die heimische Produktion fossiler Brennstoffe steigern.

RWE, einer der weltweit ⁠führenden Entwickler von Offshore-Windparks, hatte nach mehreren negativen Erlassen der ‌Regierung die Arbeit an den ⁠US-Projekten eingestellt. "Nach sorgfältiger Abwägung wurde festgestellt, dass für diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben ist", erklärte das Unternehmen. Die ‌Projekte befanden sich in ⁠einem sehr frühen Entwicklungsstadium und ⁠wären erst in den 2030er Jahren in Betrieb gegangen.

Stattdessen will sich das Unternehmen nun für 900 Millionen Dollar an einem Flüssigerdgas-Projekt in Louisiana beteiligen. Für 300 Millionen Dollar will der Konzern Turbinen für seine Pipeline aus 15 Erdgas-Spitzenlastkraftwerken in den gesamten USA kaufen.

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