Europäischer Starlink-Rivale

Satellitengeschäft bringt Eutelsat Umsatzplus im Jahr 2026

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Dima Zel/ Shutterstock

(Reuters) - ⁠Der französische Satellitenbetreiber Eutelsat rechnet im kommenden Jahr wegen des starken Wachstums im Geschäftsbereich des erdnahen Orbits mit etwas mehr Umsatz. Ein Plus von mehr als 30 Prozent in diesem sogenannten LEO-Satellitennetzwerk (Low Earth Orbit) werde ‌Rückgänge im klassischen Videogeschäft ausgleichen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Für 2027 erwartet die Firma ein leichtes Umsatzwachstum bei einer in ⁠etwa stabilen ⁠operativen Gewinnmarge. "Unser Geschäft im erdnahen Orbit hat seine starke Dynamik mit einem Umsatzplus von fast 70 Prozent fortgesetzt, was die wachsende Nachfrage nach sicheren, widerstandsfähigen und latenzarmen Verbindungslösungen bei Behörden und Unternehmen belegt", sagte Konzernchef Jean-François Fallacher. Die Eutelsat-Aktien fielen am Morgen um rund vier ‌Prozent.

Eutelsat betreibt im Videogeschäft geostationäre Satelliten, die ‌Radio- und Fernsehprogramme in Haushalte übertragen. Zudem bietet die Firma mit OneWeb das einzige weltweite Satellitennetzwerk im erdnahen Orbit (LEO) neben Starlink von US-Milliardär Elon ⁠Musk an. Der Konzern ist damit möglicher Profiteur der europäischen Bemühungen, Alternativen ‌zu US-Satellitenanbietern aufzubauen.

Der LEO-Umsatz stieg im ⁠Geschäftsjahr 2025/26 um knapp 70 Prozent auf 297 Millionen Euro, damit macht er inzwischen ein Viertel des Konzernumsatzes aus. Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz auf vergleichbarer Basis um ‌drei Prozent auf 1,24 Milliarden ⁠Euro. Damit übertraf Eutelsat die Erwartungen ⁠von Analysten, die im Schnitt mit 1,20 Milliarden Euro gerechnet hatten.

Das traditionelle Geschäft mit geostationären Satelliten wurde dagegen weiterhin von sinkenden Einnahmen aus der Videoübertragung belastet. Der bereinigte operative Gewinn des Konzerns sank wegen höherer Betriebskosten um 3,1 Prozent auf 632,4 Millionen Euro. Der Nettoverlust habe sich mehr als halbiert, da im Vorjahr Abschreibungen von 720 Millionen Euro angefallen waren.

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