Energiekonzern

Eon schwach nach bestätigten Jahreszielen - Vestas treibt RWE an

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Piotr Swat/Shutterstock.com

Enttäuschung über nur bestätigte Jahresgewinnziele von Eon hat am Mittwoch die Aktie von Deutschlands größtem Stromversorger und -netzbetreiber belastet. Vor allem am Nachmittag nach der Investorenkonferenz ging es abwärts.

Zeitweise mit minus drei Prozent Schlusslicht im leicht steigenden Dax , verlor das Eon-Papier zuletzt zwei Prozent auf 18,64 Euro. Die Aktie von RWE dagegen legte um 1,2 Prozent auf 58,20 Euro zu und profitierte - wie der gesamte europäische Windkraftsektor - von einer starken Gewinnentwicklung im zweiten Quartal sowie angehobenen Jahresergebniszielen des dänischen Windanlagenbauers Vestas. RWE ist - anders als Eon - auf die Energieerzeugung vor allem im Bereich Alternative Energien fokussiert.

Am Markt wurde als Grund für die Verluste der Eon-Aktie vor allem auf die gegen Mittag stattgefundene Telefonkonferenz mit Analysten verwiesen. Nach den vorgelegten Halbjahreszahlen sei der Essener Konzern eigentlich auf gutem Weg, das obere Ende seiner Jahresprognosespanne für den operativen Gewinn (Ebitda) zu erreichen oder gar zu übertreffen, hieß es. Selbiges gelte umso mehr mit Blick auf die Prognosespanne 2026 für den bereinigten Überschuss.

Immerhin seien beim Ebitda - gemessen am Mittelpunkt der Spanne - im ersten Halbjahr bereits knapp 57 Prozent und beim bereinigten Gewinn sogar rund 70 Prozent erreicht worden. "Dennoch hat sich Finanzchefin Nadia Jakobi während des Calls nicht davon abbringen lassen, dass 'der Mittelpunkt der Jahreszielspannen die beste Schätzung' ist", sagte etwa ein Börsianer.

Auch Jefferies-Analyst Ahmed Farman schrieb: Angesichts der Tatsache, dass Eon bereits den Großteil des angestrebten Mittelwerts beim Konzernüberschuss erreicht und in den vergangenen drei Jahren im zweiten Halbjahr durchschnittlich rund eine Milliarde Euro erwirtschaftet habe, erscheine das obere Ende der Prognosespanne sehr gut erreichbar.

Unverändert visiert Eon für das Ebitda im laufenden Jahr zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro an und für den bereinigten Überschuss 2,7 bis 2,9 Milliarden Euro.

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