
Der Dax hat zur Wochenmitte seinem Rekordhoch am Vortag noch eins drauf gesetzt. Nach einem Anstieg bis auf knapp 26.574 Punkte schrumpften die Kursgewinne allerdings nach und nach. Letztlich ging der deutsche Leitindex am Mittwoch mit einem Minus von 0,23 Prozent auf 26.331 Punkte aus dem Tag. Ein ähnliches Bild ergab sich für den EuroStoxx. Der MDax, der Index der mittelgroßen Börsenwerte, schloss 0,34 Prozent höher auf 32.335 Zählern.
"Den Sprung auf neue Bestmarken nach den US-Inflationsdaten nutzten einige Anleger dann doch für etwas ausgedehntere Gewinnmitnahmen", fasste Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets den Börsentag zusammen. Auch wenn es damit keine Schlussrekorde gegeben hat, sieht Lipkow nach wie vor "eine erkennbare Kaufdynamik an Europas Börsen", die sich dieses Mal wieder verstärkt auf Technologie- und Rüstungswerte konzentriert habe.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 beendete den Handel nach seinem Rekordhoch 0,26 Prozent tiefer bei 6.534 Punkten. Verluste wurden außerdem in London und Zürich verbucht.
Die Inflation in den USA sank im Juli wie erwartet. Laut der Landesbank Helaba war der Preisauftrieb angesichts geringerer Benzinpreise im Vergleich zum Juni noch schwach gewesen. Das dürfte sich laut Analyst Ralf Umlauf im August jedoch umkehren.
Vestas-Ausblick treibt Siemens Energy und Nordex an
International waren die Zahlen einiger Unternehmen wieder förderlich für die KI-Fantasie der Anleger. Zu den Dax-Favoriten gehörte vor dem Hintergrund des boomenden Themas Siemens Energy, dessen Papiere um etwa 2,5 Prozent stiegen. Mitunter wegen positiver Nachrichten vom Windkraft-Spezialisten Vestas.
Dieser erhöhte seine Prognose und das Management habe zudem betont, dass das mittelfristige Margenziel von zehn Prozent in Sichtweite komme. Sehr positiv wertet Analyst Aristotelis Moutopoulos obendrein die erneute Auflage eines Aktienrückkaufprogramms über 400 Millionen Euro.
Neben den Titeln des Energietechnik-Konzerns zog auch der Kurs des deutschen Konkurrenten Nordex deutlich nach oben.
Eon enttäuscht mit bestätigter Prognose
Enttäuschung über nur bestätigte Jahresgewinnziele von Eon hat am Mittwoch die Aktie von Deutschlands größtem Stromversorger und -netzbetreiber belastet. Zeitweise mit minus drei Prozent Schlusslicht im leicht steigenden Dax, verlor das Eon-Papier zuletzt rund 3,3 Prozent.
Am Markt wurde als Grund für die Verluste der Eon-Aktie vor allem auf die gegen Mittag stattgefundene Telefonkonferenz mit Analysten verwiesen. Nach den vorgelegten Halbjahreszahlen sei der Essener Konzern eigentlich auf gutem Weg, das obere Ende seiner Jahresprognosespanne für den operativen Gewinn (Ebitda) zu erreichen oder gar zu übertreffen, hieß es. Selbiges gelte umso mehr mit Blick auf die Prognosespanne 2026 für den bereinigten Überschuss.
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(mit Material von dpa-AFX)


