Meta sperrt Nutzerkonten von 756.000 australischen Teenagern

Reuters · Uhr
Thema: KI

Sydney, 13. ⁠Aug (Reuters) - Die Facebook- und Instagram-Mutter Meta hat nach eigenen Angaben die Nutzerkonten hunderttausender australischer Teenager gesperrt. "Wir teilen das Ziel der australischen Regierung, jungen Menschen sichere und ‌altersgerechte Erfahrungen im Internet zu ermöglichen", teilte der US-Konzern am Donnerstag mit. "Wir kommen unseren gesetzlichen Verpflichtungen nach." ⁠Daher werde ⁠die Zahl der Kontensperrungen in den kommenden Monaten voraussichtlich weiter ansteigen.

Australien verbietet Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu Sozialen Medien. Einer im "British Medical Journal" veröffentlichten Studie zufolge nutzten drei Monate nach Inkrafttreten ‌des Verbots immer noch 85 ‌Prozent der Australier im Alter von zwölf bis 15 Jahren soziale Medien. Daher will die dortige Regierung die Strafen ⁠für systematische Verstöße gegen die Altersbeschränkung auf umgerechnet rund ‌60 Millionen Euro verdoppeln. ⁠Zahlreiche andere Staaten erwägen Zugangsverbote nach australischem Vorbild oder haben diese inzwischen ebenfalls eingeführt.

Meta prüft nach eigenen Angaben mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI), ob Online-Aktivitäten ‌Rückschlüsse auf ein Alter ⁠unter 16 Jahren liefern. Hierzu ⁠gehören Beiträge zu Geburtstagsfeiern oder die Erwähnung des Schuljahrgangs. Am Freitag sollen die Facebook-Mutter sowie andere Online-Plattformen wie YouTube, TikTok oder Snapchat Auskunft über ihre Bemühungen zum Jugendschutz geben. Bei der Anhörung werden auch Vertreter australischer Behörden befragt.

(Bericht von Byron Kaye; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Philipp Krach. ⁠Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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