Leasingspezialist

Grenke macht weniger Neugeschäft - Aktie fällt

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Dennis Diatel/Shutterstock.com

Der Leasingspezialist Grenke hat im zweiten Quartal weniger Neugeschäft gemacht. Das Leasingneugeschäft ging im Jahresvergleich um ein Prozent auf 858,5 Millionen Euro zurück, wie der SDax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Auch die Profitabilität in diesem Geschäft sank, die entsprechende Deckungsbeitragsmarge (DB2) fiel um 1,5 Prozentpunkte auf 15,6 Prozent. Der Aktienkurs gab nach.

Das Unternehmen sprach von einer herausfordernden Marktlage. Ein Jahr zuvor hatte noch der typische Zeitverzug zwischen Marktzinsen und eigenen Konditionen die Marge gepolstert, nun belasteten im ersten Halbjahr erwartete höhere Kreditausfälle.

Die Grenke-Aktie verlor am späten Vormittag 1,9 Prozent auf 11,56 Euro. In diesem Jahr steht damit ein Minus von über einem Viertel zu Buche. Längerfristig haben Anleger noch mehr einstecken müssen. Die Rekordkurse lagen vor einigen Jahren über 100 Euro, bevor eine Leerverkäufer-Attacke und Bilanzierungsprobleme neben der Covid-Pandemie die Laune der Anleger massiv trübten.

Im zweiten Quartal hatte Grenke weiter mit höheren Kosten im Zusammenhang mit Pleiten von Kundenunternehmen zu kämpfen, die Schadenquote stieg von 1,7 auf 2,1 Prozent.

Unter dem Strich machte Grenke allerdings mit 17,1 Millionen Euro gut sieben Prozent mehr Gewinn als ein Jahr zuvor. Die Kosten stiegen nicht so schnell wie die operativen Erträge der Baden-Badener.

Chef Sebastian Hirsch bestätigte die Jahresprognose. Das Leasingneugeschäft soll nochmals klettern und nach 3,3 Milliarden im Vorjahr nun 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro erreichen. Der Nettogewinn soll auf 74 bis 86 Millionen Euro steigen. Das wäre im Bestfall ein Plus von knapp einem Fünftel, im schlechtesten um rund 3 Prozent.

Grenke ist ein Finanzdienstleister, der sich auf Leasingangebote für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert hat. Im Hauptgeschäft werden vor allem Verträge mit einem relativ kleinen Umfang finanziert. Das Unternehmen ermöglicht seinen Kunden damit, Büroausstattung wie Laptops, Kopierer und Drucker zu nutzen, ohne sie direkt kaufen zu müssen.

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