RWE hält an Kohleausstieg 2030 fest
Düsseldorf, 13. Aug (Reuters) - RWE-Chef Markus Krebber will den für 2030 geplanten Kohleausstieg des größten deutschen Stromproduzenten nicht verschieben. "Wir halten an unserem Plan fest und planen auch den Ausstieg 2030", sagte Krebber am Donnerstag auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Dies sei vertraglich klar geregelt. Drei Kohleblöcke sollen für drei Jahre in Reserve gehen. RWE wolle sich an der Ausschreibung der Bundesregierung zum Bau moderner Gaskraftwerke beteiligen. Der Zeitrahmen der Umsetzung könne noch eingehalten werden, sagte der Manager. Detailfragen müssten aber zügig geklärt werden. "Wir gehen davon aus, dass wir einzelne Anlagen früher fertig haben." Die ersten neuen Kraftwerke könnten 2029 und dann 2030 bereitstehen.
AUSSCHREIBUNG FÜR MODERNE GASKRAFTWERKE NOCH DIESES JAHR
Die Bundesregierung hatte im Mai den Bau neuer Kraftwerke auf den Weg gebracht, die als Ergänzung zu Wind- und Sonnenenergie die Stromversorgung sichern sollen. Noch dieses Jahr sollen in mehreren Runden neue, steuerbare Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt zwölf Gigawatt (GW) ausgeschrieben werden. Davon sind allein zehn Gigawatt für neue Kraftwerke vorgesehen.
RWE will im laufenden Jahr mehr investieren als bislang geplant. Unter Berücksichtigung der Übernahme des Netzbetreibers Amprion wolle der Konzern nun 2026 neun bis elf Milliarden investieren statt bisher erwarteter sechs bis acht Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte bereits Ende Juli vorläufige Zahlen vorgelegt und die Prognosen für 2026 und 2027 angehoben.
(Bericht von Tom Käckenhoff, redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
