Industriekonzern

Thyssenkrupp verbessert Ergebnisse und treibt Umbau voran

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
ThyssenKrupp Headquarter Essen
ThyssenKrupp Headquarter Essen · Quelle: Oliver Hoffmann/Shutterstock.com

ESSEN (dpa-AFX) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat seine Ergebnisse im dritten Quartal trotz eines verhaltenen Marktumfeldes verbessert. Dabei profitierte das Unternehmen insbesondere von seinem laufenden Effizienzprogramm, welches die Ergebnisse in der Stahlsparte sowie bei seinem vor der Abspaltung stehenden Materialhandelsgeschäft TK Accelis steigen ließ. Der Marineschiffbauer TKMS lieferte zudem höhere Gewinnbeiträge. Schwächer entwickelte sich hingegen der Automotive-Bereich.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg in den drei Monaten per Ende Juni um 18 Prozent auf 183 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Analysten hatten sich eine stärkere Verbesserung erhofft. Nach Steuern verdiente Thyssenkrupp 34 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 255 Millionen Euro angefallen war. Dabei profitierte das Unternehmen von einem positiven bilanziellen Effekt von 131 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf seiner Anteile an dem Stahlhersteller HKM an Salzgitter. Nach Anteilen Dritter schrieb Thyssenkrupp eine schwarze Null.

Der Umsatz verbesserte sich um acht Prozent auf rund 8,8 Milliarden Euro, der Materialhandel profitierte dabei von steigenden Mengen und Preisen. "Thyssenkrupp gewinnt weiter an operativer Stärke und an strategischer Klarheit", kommentierte Konzernchef Miguel López. Das Unternehmen befindet sich derzeit im Umbau und soll einmal eine reine Finanzholding werden. "Die geplante Börsennotierung von TK Accelis, die Fortschritte bei der Neuaufstellung von Steel Europe und die starke Position von TKMS zeigen, dass unser Zukunftsmodell nicht nur Gestalt annimmt, sondern auch trägt", zeigt sich der Manager überzeugt.

Für das laufende Geschäftsjahr grenzte Thyssenkrupp seine Ergebnisprognose nach oben ein. So hob das Unternehmen beim bereinigten Ebit das untere Ende der Spanne um 100 Millionen Euro an und erwartet nun 600 bis 900 Millionen Euro. Analysten rechnen allerdings bereits mit einem Wert von 833 Millionen Euro. Der Konzernverlust soll höchstens 700 statt 800 Millionen Euro betragen. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen hingegen im besten Fall ein Minus von einem Prozent anstelle des zuvor ausgegebenen Vorjahresniveaus./nas/ajx/he

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