SDax-Wert

Finanzkonzern W&W steigert Gewinn - Baufinanzierung

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Quelle: Timon - stock.adobe.com

Der Finanzkonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat seine Verluste in der defizitären Baufinanzierung ein Stück weit eingedämmt. Konzernweit stieg der Überschuss im ersten Halbjahr so um 15 Prozent auf 105 Millionen Euro, wie der Konzern aus der Bausparkasse Wüstenrot und dem Versicherer Württembergische am Freitag in Kornwestheim bei Stuttgart mitteilte. Für das Gesamtjahr peilt Vorstandschef Jürgen Junker weiterhin einen Gewinn von 120 bis 150 Millionen Euro an.

An der Börse sorgten die Neuigkeiten kaum für Bewegung: Die im Kleinwerte-Index SDax gelistete W&W-Aktie lag gegen Mittag mit 0,3 Prozent im Plus und wurde damit etwa so teuer gehandelt wie noch zum Jahreswechsel.

Der Konzern habe Schritte zur Ertragssteigerung im Bauspargeschäft identifiziert und eingeleitet, erklärte Junker. Aus den Märkten könne W&W keinen Rückenwind erwarten. Im ersten Halbjahr schrieb die Wohnen-Sparte des Konzerns einen Verlust von zwölf Millionen Euro. Ein Jahr zuvor war der Fehlbetrag mit 51 Millionen Euro noch deutlich höher ausgefallen.

Immerhin konnte die Schaden- und Unfallversicherung der Württembergischen ihren Halbjahresgewinn leicht auf 108 Millionen Euro steigern. Die Sparte hatte in den vergangenen Jahren teils heftig unter hohen Unwetterschäden im Südwesten und den stark gestiegenen Reparaturkosten für Autos und den höheren Sanierungskosten für beschädigte Gebäude gelitten.

Diesmal gab es im ersten Halbjahr kaum Großschäden durch Einzelereignisse. Allerdings musste die Württembergische mehr Geld für kleinere Schäden ausgeben. Dadurch ging ein größerer Teil des Versicherungsumsatzes für Schäden, Verwaltung und Vertrieb drauf. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich entsprechend von 83,8 auf 86,7 Prozent.

Weniger Gewinn warf diesmal die Personenversicherung ab: Sie verdiente im ersten Halbjahr 26 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der Versicherer hier noch 33 Millionen Euro verdient.

Um die Verwaltungskosten zu senken, setzt Junker auch auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. "KI wird in kurzer Zeit in unserer Branche und bei der W&W-Gruppe eine Art Querschnittsfunktion sein und alle Bereiche durchdringen." Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin solle KI-fähig sein, wenn er oder sie es wolle.

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