Ende des Waffenstillstands in Nahost drückt Asiens Börsen
Frankfurt/Tokio 18. Aug (Reuters) - Das Ende des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an den asiatischen Börsen verunsichert. In Tokio gaben der Nikkei-Index und der breiter gefasste Topix rund 2,5 und ein Prozent nach. Die Börse in Shanghai und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gaben ebenfalls leicht nach. Auch der südkoreanische Kospi konnte seine anfänglichen Gewinne nach einem Feiertag nicht halten und gab gut zwei Prozent nach.
US-Präsident Donald Trump erwartet nach eigenen Worten nicht, dass der Iran einem für die USA akzeptablen Abkommen zustimmt. Er machte zudem deutlich, dass die USA keine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran anstreben. Das am 17. Juni unterzeichnete Papier sah dafür eine Frist von 60 Tagen vor. Die Entwicklungen ließen Anleger erneut bei Öl zugreifen, was die Preise um rund ein Prozent nach oben trieb. In den vergangenen zwei Wochen hat der Preis für Nordsee-Rohöl Brent rund 15 Prozent zugelegt.
Die Verunsicherung der Investoren spiegelte sich auch am globalen Anleihemarkt wider: Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen stieg auf ein Drei-Dekaden-Hoch von 2,945 Prozent. Die US-Staatsanleihen mit der gleichen Laufzeit rentierten mit 4,740 Prozent. "Auf Anstiege der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen über 4,65 Prozent sind in der Regel beruhigende Worte der US-Regierung über eine baldige Beilegung des Krieges mit dem Iran gefolgt", schrieben die Analysten von ING. "Dieses Mal bleiben solche Äußerungen jedoch aus."
Asiatische Aktienindizes am Kurse um 08:00 Veränderung in
Dienstag Uhr Prozent
Nikkei 67.530,05 -2,4%
Topix 4.142,29 -1,0%
Shanghai 3.975,81 -0,2%
CSI300 4.709,76 -0,7%
Hang Seng 25.461,54 +0,0%
Kospi 6.828,23 -2,1%
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Währungen Kurse um 08:00
Uhr
Euro/Dollar 1,1572
Pfund/Dollar 1,3535
Dollar/Yen 159,65
Dollar/Franken 0,8115
Dollar/Yuan 6,7435
Dollar/Won 1.410,40
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Philipp Krach. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)


