Dax schließt fast auf Vortagesniveau - Chip-Werte erneut schwach

Die Unsicherheit unter den Anlegern wegen steigender Anleihezinsen und der problematischen Lage in Nahost hat die Anleger auch am Mittwoch nicht los gelassen. Nach zwei schwachen Handelstagen war beim Dax angesichts letztlich nur geringer Abgaben aber ein Hauch von Stabilisierung erkennbar. Die Anfang August erstmals passierte Marke von 26.000 Punkten geriet zunächst nicht in Gefahr.
Der deutsche Leitindex ging 0,14 Prozent tiefer bei 26.091 Punkten aus dem Handel und damit nur geringfügig unter dem Vortagesniveau. Der MDax verlor 0,05 Prozent auf 31.823 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls nach, während die Vorzeichen in New York vor allem beim Dow Jones zuletzt positiv waren.
Im Fokus standen weiter die zinssensitiven Halbleiterwerte wegen ihrer Korrektur, die international unter Schwankungen weiter ging. Den Auslöser dafür sieht die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in steigenden Anleiherenditen und der damit größer werdenden Frage, ob die angekündigten KI-Investitionen in einem Umfeld steigender Finanzierungskosten Bestand haben. Die vom US-Finanzministerium signalisierte Bereitschaft, am Anleihemarkt stützend einzugreifen, konnte die Zinssorgen nicht beseitigen.
Halbleiter stabilisieren sich – Moderna sorgt für Impulse
Im Asien-Handel war die Tech-Korrektur vor diesem Hintergrund zunächst weiter gegangen, genauso wie hierzulande. Infineon konnte aber zuletzt seinen Abschlag auf 3,5 Prozent reduzieren. Zuerst versuchte der koreanische Chipriese SK Hynix, die Lage mit einem großen Aktienrückkaufpaket zu beruhigen. Später half dann auch die Nachricht über einen Halbleiterdeal zwischen Google und dem US-Unternehmen Marvell Technology.
Im Gesundheitssektor strahle ebenfalls eine Nachricht aus den USA positiv aus. Die Konzerne Merck & Co und Moderna meldeten dort Erfolge mit einem mRNA-Krebsimpfstoff, was bei den Moderna-Aktien zu einer Verdopplung führte.
Schwaches Quartal belastet Heidelberger Druck
Im Nebenwerte-Index SDax beschäftigte Heidelberger Druck die Anleger mit der Erkenntnis, dass der Maschinenbauer trotz eines schwachen ersten Geschäftsquartals an seinen Jahreszielen festhält. Die erste Reaktion der Anleger war dennoch klar negativ, zuletzt aber konnten die Titel ihr Minus auf weniger als 1,6 Prozent reduzieren.
Das Jahresminus hatte am Mittwoch zeitweise die Marke von einem Drittel überschritten. Mit etwa 30 Prozent Minus gehören die Titel noch immer zur Gruppe der schwächsten SDax-Werte in diesem Jahr. Der Index der kleineren deutschen Börsenwerte hat 2026 bislang um fast acht Prozent zugelegt.
Noch mehr onvista? Abonniere jetzt unseren Youtube-Kanal und verpass kein neues Börsen-Video mehr.



