Deutlich über Zielmarke

Eurozone: Inflationsrate steigt wie erwartet auf 2,9 Prozent

dpa-AFX · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Ihar Halavach/Shutterstock.com

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Inflation in der Eurozone ist im Juli nach dem Rückgang im Vormonat wieder gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Verbraucherpreise um 2,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Juni hatte die Inflationsrate bei 2,8 Prozent gelegen.

Der Anstieg der Energiepreise hat sich im Juli wieder beschleunigt. Im Juni war die Inflation noch gesunken, nachdem die Auswirkungen des Iran-Kriegs die Inflation in den Monaten zuvor deutlich nach oben getrieben hatte. Im Vergleich zum Vormonat stieg das Preisniveau im Juli um 0,2 Prozent. Dies war so erwartet worden.

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte im Juli ebenfalls etwas zu. Die Jahreskernrate stieg von 2,4 im Juni auf 2,5 Prozent. Auch hier wurde die erste Schätzung bestätigt. Im Vergleich zum Vormonat stagnierte die Kernrate.

Im Juli hat sich der Anstieg der Energiepreise wieder beschleunigt. Sie stiegen um 10,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Die erneute Eskalation im Nahen Osten hatte insbesondere die Erdöl- und Erdgaspreise nach oben getrieben.

Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Sie hatte im Juni den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Auf der Zinssitzung im Juli wurden die Zinsen stabil gehalten. Die nächste Zinsentscheidung wird Mitte September getroffen.

In Deutschland stieg die Jahresinflationsrate gemessen am europäischen Verbraucherpreisindex HVPI im Juli auf 2,8 Prozent. In Frankreich stieg sie auf 2,4 Prozent und in Spanien auf 3,9 Prozent. Die italienische Rate sank hingegen leicht auf 2,9 Prozent. Die höchste Inflationsrate in der Eurozone weist Litauen mit 5,4 Prozent und die niedrigste Rate Estland mit 2,0 Prozent auf./jsl/jkr/Stk

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