Dax Tagesrückblick 21.08.2026

Dax schließt erholt über 26.000 Punkten - Gold steigt weiter

onvista · Uhr
Quelle: viewimage/Shutterstock.com

Der Dax hat zum Wochenausklang wieder etwas zugelegt. Damit endet eine viertägige Verlustserie im deutschen Leitindex, der zudem wieder über die Marke von 26.000 Punkten stieg. Was den zuletzt belastenden Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten betrifft, beruhigte sich die Lage etwas. Ins Plus absetzen konnte er sich auch mit Rückenwind von der Wall Street.

Über die Ziellinie ging der Dax 0,59 Prozent höher bei 26.136 Punkten, wodurch er sein Wochenminus auf 1,2 Prozent reduzieren konnte. Weil sich der deutsche Leitindex derzeit über der 21-Tage-Indikatorlinie hält, bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend aus technischer Sicht intakt. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Unternehmen verbuchte am Freitag eine Erholung um 1,25 Prozent auf 32.110 Punkte.

Laut dem Helaba-Experten Markus Reinwand sind die Anleger derzeit "noch immer damit beschäftigt, ihre Portfolios neu auszurichten". In einem globalen Industriezyklus, der sich derzeit verbessere, rechnet die hessisch-thüringische Landesbank aber zeitnah mit weiterem Rückenwind am Aktienmarkt. Bis Ende des Jahres sieht sie den Dax nun bei 27.000 Punkten.

Fielmann nach Zahlen schwach

Vor dem Wochenende standen einige Nachzügler der Unternehmensberichtssaison im Fokus. Ein trüberer Geschäftsausblick brockte dem Optikerkonzern Fielmann einen Kursrutsch von 6,5 Prozent ein. Zeitweise sackten die Aktien bis auf 37,95 Euro und damit ein Tief seit dem Frühjahr 2023 ab. Das Unternehmen war schon Anfang Juli mit den vorläufigen Halbjahreszahlen vorsichtiger geworden und hatte für Umsatz und bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) das untere Ende der Zielspannen in Aussicht gestellt.

Einem Händler zufolge liegen die bisherigen Konsensschätzungen für den Umsatz und die bereinigte Ebitda-Marge knapp über den oberen Enden der neuen Zielspannen. Dass Fielmann im zweiten Halbjahr weiterhin eine Beschleunigung des Umsatzwachstums erwartet, besänftigte den Markt nicht.

Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim berichtete für das zweite Quartal erneut ein prozentual zweistelliges Wachstum für den Umsatz und das bereinigte Ebitda. Im Vergleich zum Jahresauftakt schwächte sich die Dynamik jedoch ab. Händler sprachen von einem durchwachsenen Zwischenbericht mit einer enttäuschenden Margenentwicklung. Die Aktien sackten trotz der bestätigten Jahresprognose um bis zu 9,5 Prozent ab, drehten bis zum Handelsschluss aber und gewannen rund 1,9 Prozent hinzu.

Stahlkonzerne profitieren von Impulsen aus China

Beim Dialyseanbieter FMC sorgte die Meldung, dass der Medizinkonzern Fresenius seinen Anteil weiter reduziert hat, für einen Kursrückgang um 1,8 Prozent. Der Gesundheitskonzern verkauft 7,8 Millionen Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro an ausgewählte institutionelle Investoren. Dies entspricht rund 2,9 Prozent des Grundkapitals an FMC. Die Fresenius-Titel hielten sich im schwachen Branchenumfeld recht gut.

Derweil halfen Impulse aus China den zuletzt schwächelnden Rohstoffwerten. Auch Stahlaktien waren stark gefragt. So erholten sich Thyssenkrupp um 5,6 Prozent, Salzgitter gewannen sogar 8,2 Prozent. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg plant die chinesische Führung, die Konjunktur mit stärkeren Finanzhilfen anzukurbeln. Damit will sie auf schwächere Wirtschaftsdaten im Juli reagieren. Für Thyssenkrupp hob Citigroup-Experte Ephrem Ravi zudem sein Kursziel deutlich auf 20 Euro an und blieb bei seiner Kaufempfehlung.

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Euro fest, Gold knüpft an Gewinne an

Der Euro verteidigte seine jüngsten Kursaufschläge. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1673 US-Dollar gehandelt. Sie bewegte sich so auf dem Niveau vom Morgen. Kurzzeitig war Euro erneut über 1,17 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1699 (Donnerstag: 1,1681) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8547 (0,8560) Euro.

Der Euro steht so vor einem deutlichen Wochengewinn. Am Montag hatte der Euro noch unter 1,16 Dollar notiert. Am Mittwoch hatte das US-Finanzministerium angekündigt, die Rückkäufe langlaufender Anleihen auszuweiten. Dies hatte den Dollar unter Druck gesetzt und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen.

Der Goldpreis knüpfte an seine jüngsten Gewinne an und verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 4.590 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). In der Spitze war der Kurs am Freitag sogar über 4.600 Dollar und damit auf das höchst Niveau seit Mai gestiegen. Auf Wochensicht liegt der Kurszuwachs bei über fünf Prozent.

Gold hatte sich zuvor nach einem wochenlangen Seitwärtstrend von der 4.000-Dollar-Marke abgesetzt, der Eingriff des US-Finanzministeriums brachte anschließend einen weiteren Schub. US-Finanzminister Scott Bessent hat Maßnahmen angekündigt, um die Zinsen langlaufender US-Anleihen nach unten zu drücken. Davon profitieren zinslose Anlagewerte wie Edelmetalle.

(mit Material von dpa-AFX)

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