Top saisonale Trading-Gelegenheit

Trading-Chance Platin: Mega Trade mit Profit-Factor 4,81

Trading-Chance-Redaktion · Uhr

Und auch heute haben wir einen weiteren saisonalen Trade als Chance im Gepäck. Diesmal bezieht sich die Trading-Gelegenheit auf das Edelmetall Platin, wo in diesen Tagen das Zeitfenster für eine signifikante Phase geöffnet wird. Es handelt sich um einen der profitabelsten Trades mit etwa einem Monat Haltedauer. Spannend dabei ist, dass die Trefferquote gar nicht besonders weit weg vom Münzwurf ist. Doch die Auszahlungsquote hat es in sich. Wir erklären den Trade und geben darüber hinaus wertvolles Trading-Wissen weiter, mit dem Sie sich künftig noch smarter in den Märkten bewegen können.

Quelle: onvista

Good to know about: Platin

Das Edelmetall gilt als eines der seltensten und vielseitigsten Elemente des Platin-Gruppen-Ensembles. Seine Förderung und geografische Herkunft zeichnen sich durch eine extrem hohe Marktkonzentration aus. Südafrika dominiert das globale Geschehen uneingeschränkt und stellt regelmäßig über siebzig Prozent der weltweiten Minenproduktion bereit, während Russland als zweitgrößter Erzeuger etwa zehn bis zwölf Prozent liefert, gefolgt von kleineren Marktanteilen aus Simbabwe und Nordamerika. Dementsprechend führen die südafrikanischen Fördermengen auch die Liste der Exporteure an. Auf der Nachfrageseite treten vor allem China, die Europäischen Staaten, Japan und die USA als größte Abnehmer auf, wo das Material sowohl industriell als auch im Schmucksektor intensiv verarbeitet wird.

Die industrielle Hauptanwendung liegt traditionally in der Abgasreinigung, da das Material als hocheffizienter Katalysator in Fahrzeugen zum Einsatz kommt, ergänzt durch Einsatzbereiche in der chemischen Industrie, der Glasherstellung, der Medizintechnik sowie im aufstrebenden Bereich der Wasserstoff-Elektrolyseure und Brennstoffzellen. In der Automobilindustrie gab es jedoch tiefgreifende strukturelle Verschiebungen. Historisch wurde das Metall überwiegend in Dieselfahrzeugen verbaut, da es gegenüber Abgastemperaturen und Schwefelverbindungen extrem widerstandsfähig ist. Als infolge des Abgasskandals der Marktanteil von Diesel-Pkw massiv einbrach, verlagerte sich der Fokus der Automobilhersteller stark in Richtung Benzinmotoren.

An dieser Stelle entstand eine enge dynamische Wechselwirkung und Korrelation mit Palladium. Weil Benzinmotoren bevorzugt mit Palladium ausgestattet wurden, stieg dessen Nachfrage extrem an, was Palladium jahrelang deutlich teurer machte als das traditionell wertvollere Schwestermetall. Dieser eklatante Preisunterschied veranlasste die Automobilhersteller schließlich dazu, funktionale Substitutionen zu entwickeln: Dank neuer Legierungstechnologien gelang es, das teure Palladium in Benzinkatalysatoren im Verhältnis eins zu eins schrittweise wieder durch das vergleichsweise günstigere Edelmetall zu ersetzen.

Diese gegenseitige Ersetzbarkeit bindet die Preisentwicklungen beider Märkte eng aneinander, führt jedoch aufgrund von zeitversetzten Entwicklungszyklen der Autobauer immer wieder zu deutlichen Verwerfungen im Preisverhältnis. Während die fortschreitende Umstellung auf reine Elektrofahrzeuge den langfristigen Bedarf in klassischen Verbrennungsmotoren dämpft, eröffnet der zeitgleiche Wandel hin zur grünen Wasserstoffwirtschaft neue, langfristige Nachfragepotenziale, die den Rohstoff von der reinen Abhängigkeit des klassischen Automobilsektors entkoppeln könnten.

Als Trader mit 29 Jahren purer Handelserfahrung wissen wir, dass in den Märkten viel Rauschen ist. In diesen Phasen sehen wir diffuse, teils chaotische Entwicklungen, die kaum einer Regelmäßigkeit folgen. Worauf wir uns fokussieren sind die Abschnitte dazwischen. Es gibt unterjährig bei den meisten Rohstoffen drei bis vier Startzeitfenster, in denen konzertiert in einer ganzen Reihe von Märkten regelmäßig Trends initiiert werden. Anfang September ist ein solcher Zeitpunkt. Weitere liegen beispielsweise im März und im Dezember. Das hat fundamentale Gründe. Im Frühjahr (März) beginnen zum Beispiel bei den Energie-Rohstoffen die Befüllung der Lager, sowie die Driving- und Bausaison. Gleichzeitig beginnt Ende März/Anfang April die Planting Season bei den Getreiden. Für Sie als Trader ist die wichtige Erkenntnis daraus, dass es widersinnig ist, symmetrisch über das Jahr verteilt, einen Trade nach dem anderen abzufeuern. So funktioniert die Welt nicht, und so funktionieren die Märkte nicht. Sie versuchen ja auch nicht, jeden Tag im Supermarkt einen Schoko-Osterhasen zu kaufen. Das machen Sie sicher nur in Richtung Ostern. Und Winterreifen ziehen Sie im Spätherbst auf, aber nicht im Mai, Juni, Jul…

Treffer- und Auszahlungsquote

Leider sind wir Menschen von Grund auf sehr fixiert auf Bestätigungen. Das zeigt sich auch an der Börse. So kommt es, dass Trader im Retail-Bereich sehr auf hohe Trefferquoten gehen, anstatt auf die viel wichtigere Auszahlungsquote (den Gewinn pro Trade) zu schauen. Eine hohe Trefferquote sagt für sich betrachtet noch gar nichts darüber aus, ob ein Ansatz lukrativ ist und robust. Man hätte für einen spezifischen Zeitraum aus der Vergangenheit auch eine exorbitant hohe Trefferquote, wenn die Hälfte der Trades gerade einmal ein paar Ticks (kleinste Veränderungseinheit im Preis) im Plus gelandet wären. Tatsächlich ist es ein augenscheinlich fragiles Setup, doch die vermeintlich hohe Trefferquote übertüncht dies. Entscheidend ist, wie Sie auch weiter unten zum Profit Factor erfahren, die Auszahlungsquote. Unser heute vorgestelltes Setup würde von der Trefferquote her absolut nicht auffallen. Doch es hat sehr hohe Gewinne in Relation zu den Verlusten.

Saisonale Schwäche ab Anfang September

Und der dritte Markt hintereinander, in dem eine saisonal signifikante Phase Anfang September startet. Dieses Mal handelt es sich um das industriell, wie auch in der Schmuckindustrie verwendete Edelmetall Platin. Und dieses Trading-Setup kann sich sehen lassen. Bei nur 8165 Dollar Maximalem Draw Down erhandelte dieses simple Setup mit einer Trefferquote von gerade einmal 53,66 Prozent satte 73.595 Dollar Gewinn. Wie stark diese Strategie ist sehen wir an dem hohen Profit Factor, der bei 4,81 gelegen ist.

Equity des Short-Setups auf Platin vom 2.9. bis 3.10.
Quelle: www.tradingview.com

Exkurs Profit Factor

Der Profit Factor ist eine wichtige Kennziffer für einen Trader, die ihm anzeigt, wie robust und rentabel eine Strategie ist. Dabei ist die Berechnung (klassisch) sehr einfach: Dollar Gewinne / Dollar Verluste. Alle Gewinner aus der Historie werden aufsummiert und durch die aufsummierten Verluste geteilt. Im konkreten Fall beläuft sich die Summe aller Gewinner-Trades auf 92.895 US-Dollar. Diese wird durch die Summe aller Verlust-Trades in Höhe von 19.300 Dollar geteilt. Das Ergebnis sind 4,81. Nun wissen Sie, wie man den Profit Factor eines Ansatzes berechnet und können diese Rechnung künftig stets anwenden.

Allgemein sagt man, dass Strategien, die einen Profit Factor von weniger als 1,4 haben NICHT handelbar sind. Ihr Gewinnvorteil ist zu gering, der Aufwand und das Risiko in Relation zum Ertrag zu hoch.

Der Stop-Loss

In diesem kostenlosen Artikel geben wir, wie Sie als treuer Leser wissen, gerne viel Informationen preis, um Ihnen einen Mehrwert zu bieten. Doch wir können nicht bis in die Details Setups ausformulieren, für die unsere Klienten zahlen. Das hiesige Setup gehört zu den Swing-Seasonals, die wir als Portfolio schulen und handeln. Maßgeblich für die Höhe des Ergebnisses ist der Verwaltungsmodus, sprich der Stop-Loss. Diesen können wir im Artikel nicht benennen. Auch mit anderen Stopp-Distanzen, als der unsrigen, ist dieser Trade deutlich profitabel. Aber weiter oder zu eng gefasst, fällt das Ergebnis (der Nettogewinn) deutlich geringer aus, als die hier gezeigten 73.595 Dollar. Bitte machen Sie sich dies stets bewusst, wenn Sie derartige Trades als Inspiration für Ihren Handel nehmen.

Fundamentaler Hintergrund der saisonalen Schwäche

Dass Platin im Spätsommer bis in den Frühherbst (September bis Anfang Oktober) saisonal regelmäßig unter Druck gerät und oft seinen Jahrestiefststand markiert, hat primär mit der spezifischen Nachfragestruktur und der Logistik seiner Hauptabnehmer zu tun:

Sommerpause der Autoindustrie: Über 40 % der weltweiten Platinnachfrage entstammen der Automobilindustrie für die Herstellung von Katalysatoren (insbesondere bei Dieselmotoren). Im Juli und August legen viele Automobilhersteller in Europa und Nordamerika mehrwöchige Werksferien für Wartungs- und Umrüstarbeiten ein. In dieser Phase werden Vorräte abgebaut und kaum neues Material am Spotmarkt geordert, was die physische Nachfrage im September spürbar dämpft.

Abschluss der Kontraktverhandlungen: Die Automobil- und Industriebranche verhandelt ihre großen Abnahmeverträge für das Folgejahr üblicherweise im vierten Quartal. Gegen Ende des dritten Quartals halten sich Industriekäufer mit Spotkäufen zurück, um die Preise vor den anstehenden Jahresverhandlungen nicht künstlich nach oben zu treiben.

Lagerabbau vor dem vierten Quartal: Viele Verarbeiter und Händler reduzieren zum Ende des dritten Quartals ihre Lagerbestände, um ihr gebundenes Kapital vor den Bilanzstichtagen des Jahresendes zu optimieren.

Saisonale Schwäche im Schmucksektor: Während die Platin-Nachfrage der Schmuckindustrie (vor allem in China und Indien) ab Mitte/Ende Oktober für das Weihnachtsgeschäft und die indische Hochzeits- und Festtagssaison (Diwali) stark anzieht, herrscht im September noch eine Orderpause.

Interessanter Zyklen-Effekt: Genau diese ausgeprägte Schwächephase im September/Oktober macht den Zeitraum historisch zu einem der verlässlichsten Einstiegsfenster für Saisonalitäts-Trades. Sobald die Automobilhersteller ab Oktober ihre Produktion wieder hochfahren und die Kontraktkäufe für das Folgejahr anlaufen, geht Platin im vierten Quartal regelmäßig in eine ausgeprägte Jahresend-Rallye über.

Fazit

Ein weiterer Top saisonaler Trade aus unserem RealMoneyTrader-Universum. Wie immer stehen hinter derart ausgeprägten Saisonalitäten fundamental starke Basiseffekte, die mit Angebot und Nachfrage zu tun haben. Darum funktionieren solche Trades auch über viele Jahrzehnte sehr konstant. Wir haben ein passendes Produkt zur Ausnutzung dieser möglichen Trading-Chance ausgesucht, und möchten es Ihnen nachfolgend vorstellen.

Open end Turbo Short Optionsschein auf Platin

Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Open End Turbo Short Optionsschein des Emittenten UniCredit ausgewählt. Das Produkt hat seinen Basispreis und die K.O.-Schwelle gleichauf bei 2355,971 Dollar. Bei einem aktuellen Preis von 1829 US-Dollar entspricht das einem Hebel von 3,46. Um möglichst wenig Kapital zu binden und gleichzeitig die maximal mögliche Hebelwirkung zu erzielen, wählen wir die Produkte stets so aus, dass gilt: Einsatz gleich Risiko. Die WKN lautet UN5FYY.

Wichtige Chartmarken

Widerstände: -/-

Unterstützungen: -/- (beides nicht relevant für die Strategie)

Open end Turbo Short Optionsschein auf Platin

Risikowarnung gemäß der BaFin-Allgemeinverfügung vom 15. Oktober 2025: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:

Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.

Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.

* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.

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