SpaceX: Warum ich nicht auf 130 Dollar warten würde
SpaceX bleibt nach dem Rücksetzer vom Hoch bei 225 Dollar auf 104 Dollar eine der spannendsten Wachstumsaktien. Der Starlink-Marktanteil könnte von rund 60 auf 76 Prozent steigen.
Martin Goersch
Was bewegt die Aktie?
SpaceX hat nach dem Börsengang genau den Rücksetzer geliefert, der bei stark erwarteten IPOs oft folgt. Das Hoch lag bei 225 Dollar, das Tief danach bei 104 Dollar. Damit erreichte die Aktie einen Rückgang von mehr als 50 Prozent. Wer unter 120 Dollar geduldig einsammelte, bekam eine deutlich bessere Ausgangsbasis.
Der nächste Wachstumstreiber liegt im Satellitenbreitband. Der globale Markt soll um 36 Prozent pro Jahr wachsen. Starlink könnte nach aktuellen Schätzungen sogar um 49 Prozent pro Jahr zulegen. Der Marktanteil dürfte dadurch von rund 60 auf 76 Prozent steigen.
SpaceX hat dabei einen strukturellen Kostenvorteil. Das Unternehmen produziert Satelliten selbst, betreibt das Netzwerk selbst und startet eigene Raketen. Die Startkosten der Falcon 9 liegen bei rund elf Millionen Dollar. Starship soll bis 2028 etwa 52 Millionen Dollar kosten. Externe Anbieter liegen dagegen bei 75 bis 100 Millionen Dollar. Amazon soll für sein LEO-Projekt rund zweieinhalbmal so hohe Startkosten tragen wie SpaceX.
Zusätzlich arbeitet SpaceX an eigener Turbinentechnik für Gaskraftwerke und Rechenzentrums-Energie. Das belastete Aktien wie Siemens Energy, GE Vernova und Howmet Aerospace, weil SpaceX mit eigener Produktion Lieferverzögerungen umgehen und später möglicherweise neue Märkte adressieren kann.
Martins Einschätzung
Wer SpaceX mittelfristig im Depot haben will, sollte nicht zu fein auf zehn Dollar Einstiegsdifferenz schauen. Bei 140 Dollar auf 130 Dollar zu warten, kann teuer werden, wenn die Aktie später Richtung 300 oder 400 Dollar läuft. Die vertikale Integration, Starlink und der Energiebedarf der KI-Rechenzentren machen die Ausgangsbasis sehr stark.




