
Die Dax-Korrektur nach dem jüngsten Rekordhoch hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Allerdings fielen die Kursverluste trotz weiter steigender Ölpreise und tiefroter Vorgaben von den asiatischen Börsen nicht so deutlich wie zuletzt aus. Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn sank der deutsche Leitindex lediglich um 0,24 Prozent auf 25.907 Punkte. Damit entfernte er sich zwar weiter von der viel beachteten Marke von 26.000 Punkten. Am Juli-Zwischenhoch bei 25.900 Punkten fand der Index zunächst aber Halt.
Adidas-Aktie erholt
Die Aktien von Adidas haben sich am Mittwoch nach einer Empfehlung von Barclays um mehr als zwei Prozent erholt. Mit 151,35 Euro kehrten sie nach erfolgreichem Test des Juli-Zwischentiefs wieder in ihre jüngste Handelsrange zurück. 2026 liegen sie aber noch gut zehn Prozent im Minus.
Die neu verantwortliche Barclays-Analystin Viktoria Petrova traut den Papieren mit ihrem Kursziel von 210 Euro aber eine Trendwende zu. Sie sieht insbesondere die Innovationstage der Herzogenauracher am 23. und 24. September als Kurstreiber. Sie dürften das Vertrauen der Anleger in die Neuheiten-Pipeline, Produktzyklen und Markenstärke festigen.
Petrova erinnerte zudem an vorherige Veranstaltungen der Konkurrenz, sodass der September für die Branche spannend werde. Puma-Aktien lagen marktkonform mit 0,7 Prozent im Minus. Hier sieht sie auf Basis ihrer neuen Sektorbewertung weder große Kursrisiken noch starke Klarheit.
Deutsche Anleihen kaum verändert
Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben sich am Mittwoch im frühen Handel kaum verändert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg geringfügig um 0,03 Prozent auf 122,67 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe lag bei 3,37 Prozent. Zuletzt waren die Renditen deutlich gestiegen und hatten in der zehnjährigen Laufzeit das höchste Niveau seit mehr als 15 Jahren erreicht.
Analysten der Dekabank sehen in den höheren Ölpreisen einen wichtigen Treiber für die Renditen. Zur Wochenmitte sind die Ölpreise nach erneuten gegenseitigen Angriffen der Vereinigten Staaten und des Iran weiter gestiegen, was am Markt die Inflationserwartungen erhöht.
Zudem könnten nach Einschätzung der Dekabank auch US-Konjunkturdaten die Renditen der Anleihen weiter nach oben treiben. Am Nachmittag stehen Daten zur Entwicklung der Beschäftigung des privaten Arbeitsvermittlers ADP auf dem Programm. Am Freitag wird dann der Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für August erwartet. (mit Material von dpa-AFX)

