Hohe Energiepreise drücken Dax ins Minus

Reuters · Uhr

Frankfurt, 02. ⁠Sep (Reuters) - Stark steigende Energiepreise haben dem Dax am Mittwoch zu schaffen gemacht. Der deutsche Leitindex verlor 0,3 Prozent auf 25.880 Zähler. Die neue militärische Eskalation zwischen den USA und Iran treibt die Ölpreise wieder ‌in Richtung der 100-Dollar-Marke. Dies verschärfte die Inflations- und Zinssorgen der Anleger, was wiederum den Anleihemarkt unter Druck setzte. "Kurzfristig macht sich auf ⁠dem Parkett ⁠eine gewisse Stimmung der Hoffnungslosigkeit breit", konstatierte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die Anleger müssten sich immer mehr eingestehen, dass derzeit niemand wisse, was die dynamisch steigenden Energiepreise und Renditen aufhalten könne.

Die Notierungen für das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI kletterten am ‌Mittwoch in der Spitze um jeweils rund ‌2,5 Prozent auf 97,04 und 92,29 Dollar je Fass. Das ist der höchste Stand seit dem 24. Juli. Auch die europäischen Gaspreise sind deutlich ⁠nach oben gegangen. Zuletzt war es im Krieg zwischen den USA ‌und Iran zu neuen schweren Angriffen ⁠gekommen. Die gegenseitigen Militärschläge beendeten eine seit Juli andauernde Phase relativer Ruhe.

Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählten in den ersten Minuten die Aktien der GEA Group und ‌Scout24 mit Abschlägen von mehr als ⁠zwei Prozent. Die Papiere der ⁠Deutschen Bank setzten sich nach einer Kaufempfehlung von Goldman Sachs dagegen an die Dax-Spitze und gewannen knapp zwei Prozent. Die Commerzbank-Aktien rückten 1,5 Prozent vor.

Auf der Konjunkturseite gibt der ADP-Beschäftigungsreport am Nachmittag einen Vorgeschmack auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Analysten rechnen mit einem Plus von 48.000 Stellen. Anleger erhoffen sich von den Job-Daten weitere Hinweise auf den Zinskurs der US-Notenbank Fed.

(Bericht von ⁠Daniela Pegna, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und ‌Märkte).)

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